Reiseguide Lofoten | Unsere Tipps für das schönste Ende Norwegens

Reine Lofoten von oben Drohne Panorama

Zerklüftete Felsen ragen steil wie die Stacheln eines Drachen aus dem Meer in den Himmel. Fjorde schneiden sich tief und lautlos in die Landschaft. Feine weiße Sandstrände und türkisblaues Wasser treffen auf wilde Küsten. Kaum ändert sich das Wetter, hängen dramatische Wolken über den Bergen, Wind peitscht hohe Wellen auf die Küsten. Und immer wieder gibt es kleine rote Farbtupfer in der sonst so wilden Welt der Lofoten: Rorbuer, die traditionellen roten Holzhäuser, zieren vielerorts das schönste Ende Norwegens.

Hattvika Lodge Lofoten Ballstad Rorbu Luxus

Reiseplanung für Deine Lofotenreise

Die Lofoten zählen seit vielen Jahren zu den beliebtesten Outdoor-Zielen in Europa – ein wenig Planung hilft Dir dabei das beste aus Deiner Tour auf die Nordland-Inseln herauszuholen.

Die beste Reisezeit für die Lofoten

Unser erster Besuch auf der Lofoten war im Winter 2015. Wir haben den Jahreswechsel im im hohen Norden verbracht, in eiskalten Nächten Nordlichter gesucht und tagsüber erlebt was es heißt, wenn die Sonne nicht aufgeht. Wie wunderschön Tage mit endloser Dämmerung sein können. Im letzten Jahr haben wir den völligen Kontrast gesucht: Die Lofoten im Sommer und Tage an denen die Sonne nicht untergeht. Aber wenn wir uns entscheiden müssten, dann wäre es immer wieder der Winter, den wir auf den Lofoten verbringen möchten. Die Nordlichter, die endlose Dämmerung und die schneebedeckten Gipfel sind eine einzigartige Kulisse. Falls Du Dich nicht entscheiden kannst – hier ein paar Hinweise zu den Jahreszeiten:

Sommer auf den Lofoten

  • Die Sonne geht nicht unter und ganz im Gegenteil: Sie scheint nachts auch durch Dein Fenster! Das bringt auch den stabilsten Biorhythmus aus dem Gleichgewicht. Eine Schlafbrille ist sehr sinnvoll im Reisegepäck oder Du suchst Dir eine Unterkunft im Souterrain. Klingt verrückt? Wir haben in einem AirBnB in Svolvaer im Souterrain mit nur einem kleinen Schlafzimmerfenster geschlafen und waren deutlich erholter.
  • Es sind mehr Touristen auf den Lofoten unterwegs als im Winter. Das liegt unter anderem an deutlich mehr Kreuzfahrtreisenden. Dafür gibt es aber auch mehr Angebote vor Ort, mehr Tourenanbieter, mehr Lokale, die geöffnet haben.
  • Wandern auf den Lofoten ist zu 95% nur im Sommer möglich. Im Winter sind die Wege verschneit oder vereist, dazu kommt die frühe Dunkelheit. Viele Wanderwege sind grundsätzlich nur notdürftig beschildert und im Winter schlichtweg unpassierbar.

Lofoten Norwegen

Winter auf den Lofoten

  • Wenn es eine perfekte Kulisse für Nordlichter gibt, dann sind es die Lofoten! Zwischen Ende September und Ende April hast Du in sternenklaren Nächten die Chance auf dieses ganz besondere Naturwunder. Auch tagsüber ist der Himmel meist in sanfte Pastelltöne getaucht, was für Fotografen ein wahres Paradies bedeutet.
  • Die Straßenverhältnisse können nach plötzlichem Schneefall widrig sein. Wir empfehlen einen 4×4-Antrieb, um hier gewappnet zu sein.

Nordlichter Lofoten Haukland Beach

Anreise auf die Lofoten

Vielleicht sind die Lofoten auch deshalb so schön, weil man nicht “mal eben” dort ist. Mit dem Auto sind es von Deutschland aus knapp 3.000 Kilometer (wenn Du die schnellste Route über Schweden wählst). Trotzdem gilt auch bei einer Lofoten-Reise: Der Weg ist das Ziel. Und egal ob du mit dem Auto, dem Schiff oder dem Flugzeug anreist: Jeder Weg stimmt Dich schon während der Reise auf diesen wunderschönen Flecken Erde ein.

Anreise mit dem Auto

Die großen Inseln der Lofoten sind alle über Tunnel und Brücken mit dem Festland verbunden. Wer mag, kann also über die landschaftlich wunderschöne E10 vom norwegischen Festland aus über Narvik auf die Lofoten fahren. Je weiter südlich, desto schöner wird die E10, die nicht nur eine der spektakulärsten Straßen Norwegens, sondern der ganzen Welt ist! Insbesondere im Winter musst Du aber mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen, als es dir Google oder Dein Navi vorschlagen. Hier gilt wie immer im nordischen Winter: Aufs Wetter schauen und nicht zu viel vornehmen!

Lofoten E10

Anreise mit dem Schiff

Wer mit dem Schiff vom Festland aus auf die Lofoten übersetzt, startet zumeist in Bodø. Mehrmals täglich setzen Fähren auf die Lofoten über (Fahrzeit ca. 4 Stunden). Wer noch mehr Norwegen vom Wasser aus erleben möchte, dem empfehlen wir die Anreise mit den Hurtigruten. Wir haben einst von Trondheim aus die norwegische Westküste bis Svolvaer an Bord der MS Midnatsol erlebt. Auch eine Automitnahme an Bord ist möglich.

Noch ein paar Hinweise zur Anreise mit dem Schiff:

  • Der Nordatlantik lässt kleinere Schiffe teilweise sehr ins Wanken kommt – wer also einen empfindlichen Magen hat, der sei an dieser Stelle vorgewarnt. Ein Hurtigruten-Schiff liegt ruhig im Wasser, aber ein kleines Schiff von z. B. Torghatten ist Wind und Wetter deutlich mehr ausgeliefert.
  • Wir empfehlen Dir eine Reservierung in der Hochsaison von Juni bis September. Andernfalls musst Du flexibel genug sein auch ein oder zwei Fähren abzuwarten.
  • Highlight-Tipp im Sommer: Nimm die Nachtfähre und genieße bei der Überfahrt die nordnorwegische See im nächtlichem Sonnenschein.

Hurtigruten Lofoten Hurtigruten Lofoten

Anreise mit dem Flugzeug

Die Lofoten sind über drei Flughäfen zu erreichen. Leknes (LKN), Svolvaer (SVJ) und Harstad Narvik (EVE) auf dem Festland (ca. zweieinhalb Autostunden von Svolvaer entfernt). Von Deutschland aus führen alle Flügen auf die Lofoten zunächst über Oslo. Leknes und Svolvaer können nur mit einem weiteren Zwischenstop in Bodø erreicht werden. Der Flughafen in Narvik ist nach rund 1:40h von Oslo aus direkt erreichbar.

Wir empfehlen Leknes oder Svolvaer als Zielflughafen, da die Fahrt von Narvik aus (vor allem im Winter!) nicht zu unterschätzen ist und sich sehr zieht. Eine zeitliche Ersparnis ist es also keineswegs. Von Leknes aus bist Du zentral direkt auf den Lofoten. Und Kilometer wirst Du vor Ort noch genug fahren. Ach ja: Und die Aussicht beim Anflug auf die Lofoten bei gutem Wetter wirst Du nie wieder in Deinem Leben vergessen!

 

Reine Norwegen Lofoten

Wie viel Zeit brauche ich für eine Lofotenreise?

Diese Frage hören wir sehr oft und unsere Antwort lautet: Immer noch einen Tag mehr. Aber 7 Tage sollten es auf jeden Fall sein, besser noch 10. So hast Du genug Zeit Dir die Inseln intensiv anzuschauen und kannst auch ein oder zwei Schlechtwettertage gut wegstecken. Eine noch kürzere Reisezeit steht für uns auch nicht im Verhältnis zur langen und aufwändigen Anreise.

Was sehe ich auf einer Hurtigrutenreise von den Lofoten?

Ganz ehrlich: Wir lieben die Hurtigruten sehr, aber von den Lofoten wirst Du auf einer Schiffsreise leider nicht viel erleben. Ein kleiner Blick auf den Fahrplan verrät dir warum: Die Hurtigruten erreichen auf Ihrer Fahrt gen Norden die Lofoten um 19:00 Uhr in Stamsund: Ein nettes kleines Hafenörtchen auf den Lofoten, das für einen kleinen Bummel lohnt. Mehr Zeit bleibt nicht, denn um 19:30 Uhr legt das Schiff ab in Richtung Svolvaer wo es von 21:00 Uhr bis 22:00 Uhr am Hafen liegt. Auf der Fahrt südwärts bleiben immerhin 2 Stunden Aufenthalt in Svolvaer, aber das reicht auch nur für einen ausgedehnten Bummel oder den Besuch des Magic Ice Museums. Die aus unserer Sicht wahren Highlights der Lofoten wie z. B. Reine, Hamnøy oder den Haukland Beach kannst Du in der kurzen Zeit nicht erreichen.

Als optional buchbaren Landausflug bieten die Hurtigruten einen Besuch des Wikingermuseums in Borg an. Du verlässt das Schiff in Stamsund und kehrst nach dem Wikingermuseum in Svolvaer aufs Schiff zurück. Immerhin etwas, das Du dann von den Lofoten siehst. Wir finden die Hurtigruten wirklich klasse, aber sie vermitteln eben einen Gesamteindruck aus Norwegen und es bleibt bei 14 Tagen Reisezeit von Bergen zum Nordkapp und zurück einfach keine Zeit für intensive Touren in einzelne Landesteile.

Reine Lofoten Norwegen Rorbuer

Wie kann ich meine Lofotenreise so günstig wie möglich gestalten?

Du kannst jede Reise teuer oder günstig gestalten. Dass Norwegen grundsätzlich teuer sein muss, stimmt absolut nicht. Wenn Du Geld ausgeben willst, fällt Dir das in Norwegen sicherlich leicht. Aber die gute Nachricht: Mit ein wenig Vorplanung kannst Du die Kosten im Rahmen halten und zumindest sehr gut abschätzen was auf Dich zukommen wird. Wie bei allen Skandinavien-Reisen empfehlen wir Dir …

  • … deine Unterkunft im Voraus zu buchen. So hast Du einen der wesentlichen Kostenpunkte schon früh abgeklärt. Außerdem sind Unterkünfte in den Sommermonaten rar und kurzfristig nur noch zu Spitzenpreisen zu bekommen. Günstige Übernachtungsmöglichkeiten bieten Dir z. B. Campingplätze mit Selbstversorgerhütten. Auf Norcamp findest Du viele Campingplätze in Deiner direkten Umgebung. Natürlich darfst Du auch auf den Lofoten vom norwegischen Jedermannsrecht Gebrauch machen und auch außerhalb von Campingplätzen mitten in der Natur übernachten.
  • Selbstverpflegung: Bring dauerhaft haltbare Lebensmittel wie Nudeln und Reis von Deutschland aus mit. Vor Ort kaufst Du nur noch frische Lebensmittel. Das Gerücht sich unbedingt am Festland mit Nahrung einzudecken, weil die Inselpreise so teuer seien können wir entkräften. In Svolvaer und Leknes gibt es sehr große Supermärkte, aber auch zwischendurch findest Du über all kleine Einkaufsmöglichkeiten.
  • … reise in der Nebensaison: Im Sommer zwischen Juni und Ende August reisen die meisten Touristen auf die Lofoten. Probiere doch mal den Frühling im Mai oder den Herbst im September oder Oktober aus. Die Tage sind in etwa so lang wie in Deutschland und die Natur nicht minder schön als in der Hochsaison.

Lofoten Norwegen

Wie komme ich auf den Lofoten von A nach B?

Wir empfehlen Dir die Reise mit dem Auto. Ein Mietwagen macht die maximal flexibel und Du kannst spontan auf das Wetter reagieren. Vor allem im Winter oder wenn Du gerne nachts unterwegs bist ist ein Auto unerlässlich. Falls Du das öffentliche Verkehrsnetz nutzen möchtest, findest Du hier einen Überblick über die Buslinien. Ein Beispiel: Der Bus von Leknes nach Å i Lofoten mit Zwischenstop unter anderem in Ramberg, Fredvang, Reine etc. fährt im Sommer acht Mal täglich, im Winter fünf Mal täglich. Hier musst Du also sehr genau Deine Touren planen.

Außerhalb der Hochsaison reisen viele Besucher auch mit dem Fahrrad über die Lofoten (wir empfehlen die Route von Nord nach Süd). Das ist sicherlich sportlich, aber Du hast das maximale Naturerlebnis und kannst mit Zelt und wenig Gepäck ein großartiges Outdoor-Abenteuer erleben.

Lofoten Straße Autofahren E10

Restaurant- und Café-Tipps auf den Lofoten

Auch wenn Essen gehen auf den Lofoten wie überall in Norwegen ein teures Vergnügen ist, lohnt der Besuch auf jeden Fall. Fangfrischer Fisch (im Winter besonders der Skrei), Meeresfrüchte geräucherter Schinken, Lamm, Lofoten-Käse und vieles mehr sind ein wahrer Genuss.

Fischburger bei Anitas Sjomat auf Sakrisøy

Vor einigen Jahren galt es noch als Geheimtipp – inzwischen ist das Anitas Sjomat schon fast ein Pflichtstop! Auf Sakrisøy, unverkennbar an den senfgelben Fischerhütten, findest Du einen perfekten Stop für ein gutes Mittagessen. Wir haben uns für den Fischburger Winnie Pooh (auf norwegisch: Ole Brumm) entschieden, dazu eine cremige Fischsuppe! We love it! Ganz nebenbei lässt sich hier auch ein Regenguss oder kleiner Sturm überstehen. Dank Panoramafenster hat man die Umgebung bestens im Blick!

Anitas Sjomat Fischburger Ole Brumm Lofoten Anitas Sjomat Fischsuppe Lofoten

Traditionelle Nordland-Küche im Børsen Spiseri in Svolvaer

Im Børsen Spiseri haben wir am Silvesterabend 2015 hervorragend gegessen. In einem wunderbar urig eingerichteten alten Fischerhaus wird köstliche Nordland-Küche serviert: marinierter Rentierschinken, Stockfisch mit Süßkartoffeln und im Sommer natürlich Moltebeeren-Desserts sind Highlights der monatlich wechselnden Speisekarte. Die Preise sind durchaus gehoben, die Qualität der Küche ist es aber auch!

Borsen Spiseri Restaurant Lofoten SvolvaerBorsen Spiseri Restaurant Lofoten Svolvaer

Bacalao in Svolvaer

Direkt am Hafen in Svolvaer liegt das Bacalao. Innen gemütlich eingerichtet mit großer Bar und einer abwechslungsreichen Speisekarte. Norwegische Küche, Burger und Pasta stehen auf der Speisekarte. Wie in Norwegen üblich wird vorn am Tresen bestellt, direkt gezahlt und das Essen wird am Tisch serviert.

Bacalao_Restaurant Lofoten Svolvaer Bacalao_Restaurant Lofoten Svolvaer

Sans og Samling in Leknes | Die besten Zimtschnecken der Lofoten

Auch nach über 3 Wochen in Skandinavien haben wir nicht auf unsere tägliche Zimtschnecke verzichtet. Im Sans og Samling in Leknes haben wir in gemütlicher Atmosphäre Kakao und richtig saftig-süße Zimtschnecken schnabuliert. Und weil es bei unserem Besuch usselig kalt war gab es dazu noch einen großen Teller der leckeren Tagessuppe. Toller Bonus: In jedem Preis ist ein Mal Nachnehmen inklusive.

Zimtschnecken Lofoten Norwegen Sans og Samlig Leknes Cafe Lofoten Norwegen Sans og Samlig Leknes Cafe

Café Bringen in Reine

Was tun, wenn es in Reine (wie so oft) regnet und stürmt? Am besten ruckzuck rein ins Café Bringen und sich bei Zimtschnecken und Kakao aufwärmen. Innen gibt es nicht nur gemütliche Sitzecken, sondern auch eine täglich frisch bestückte Kuchentheke und toll gefüllte Regale mit Geschirr, Deko und Gläsern, die auch zum Verkauf angeboten werden.

Cafe Bringen Reine Lofoten

Kaffeepause im Trevarefabrikken in Henningsvaer

An Cafés, Restaurants und Bars mangelt es in Henningsvaer keineswegs. Etwas abseits vom quirligen Treiben am Hafenbecken liegt die Trevarefabrikken. Früher wurde hier Lebertran hergestellt heute gibt in Industriechic à la Lofoten mit einem kleinen Café, einer Panorama-Sauna und ein paar Zimmern zum Übernachten.

Trevarefabrikken Lofoten Henningsvaer Cafe Trevarefabrikken Lofoten Henningsvaer Cafe

Übernachten auf den Lofoten

Die Wahl der passenden Unterkunft ist auf den Lofoten nicht nur wichtig für Deinen Geldbeutel, sondern auch für Deine Tagesplanung. Was willst Du sehen, wie weit willst Du täglich fahren? Uns gefällt der Süden der Lofoten am besten, daher legen wir Dir Unterkünfte in Ballstad oder Leknes ans Herz. Damit bist Du nach ca. einer Autostunde in Reine, kannst aber auf dem Weg dorthin noch sehenswerte Spots wie Ramberg, die Fredvang Brücken oder Nusfjord besuchen.

Hattvika Lodge Ballstad

Die Lofoten erkundest Du am besten mit dem Auto – sowohl der Norden als auch der Süden sind absolut sehenswert. Aus der Hattvika Lodge in Ballstad erreichst Du sowohl Reine im Süden als auch Svolvaer im Norden der Lofoten jeweils nach rund 80 Autominuten. Von außen wirken die Ferienwohnungen in der Hattvika Lodge wie unscheinbare roten Fischerhäuser, so wie sie dutzendfach auf den Lofoten stehen. Im Inneren erwarten Dich topmoderne stylische Lofts mit viel Holz, viel Platz und toller Aussicht. Mehr zur Hattvika Lodge haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Hattvika Lodge Lofoten Ballstad Rorbu LuxusHattvika Lodge Lofoten Ballstad Rorbu Luxus

Lofot Suite Hotel Svolvaer

Zentral in Svolvaer mit schönem Blick über den Hafen liegt das LofotSuite Hotel. Wenn Du spät abends mit der Fähre ankommst und nicht mehr weit fahren willst (bzw. wenn Du so spät abends gar keinen Mietwagen mehr bekommst), ist das LofotSuite Hotel für Dich eine tolle Adresse. Fünf Minuten zu Fuß vom Hurtigruten-Anleger liegt das LofotSuite direkt am Hafen. Wir haben nur die Übernachtung gebucht und uns zum Frühstück morgens mit frischen Brötchen beim nahegelegenen Bäcker Kringla AS (direkt auf der Rückseite des Hotels) eingedeckt. Dank eigener Küchenzeile ist Selbstverpflegung hier kein Problem.

LofotSuite Hotel Svolvaer Lofoten LofotSuite Hotel Svolvaer Lofoten

Eliassen Rorbuer auf Hamnøy

Die Eliassen Rorbuer auf Hamnoy sind wahrscheinlich die meistfotografierten Fischerhäuser der Lofoten. Dafür ist die Lage aber auch einmalig und die Nähe zu Reine ist ein Paradies für Fotografen. Mal eben im Sonnenaufgang das gute Wetter für ein Foto nutzen – kein Problem, nach knapp 10 Minuten bist Du in Reine. Die Hütten sind großzügig eingerichtet und bieten auch bei schlechtem Wetter genug Platz um einen Sturm gemütlich zu überstehen.

Eliassen Rorbuer auf Hamnoy

Lofoten-Tipps bei schlechtem Wetter

Auf den Lofoten musst Du wettertechnisch mit allem rechnen: Sonnenschein und türkisblaues Wasser aber auch Regen, starker Wind, Sturm und Hagel. Im Winter kann jederzeit der Winter mit ordentlich Schneefall über die Insel hereinbrechen. Das gehört zu den Lofoten dazu und ist mit entsprechender Kleidung überhaupt nicht schlimm. Aber falls es dann doch einmal zu ungemütlich wird und Du auch keine Lust auf noch einen Kakao und noch eine Zimtschnecke in einem der tollen Cafés hast, dann haben wir noch zwei Museumstipps für Dich im Gepäck:

Lofotr Wikingermuseum Borg

Das Lofotr Wikingermuseum in Borg nimmt Dich mit in die Geschichte Norwegens. Du erlebst Wohn- und Schlafstätten, Werkzeuge, Schmuck und Kleidung der hier einst lebenden Wikinger. Das Highlight des Museums ist ein 83 Meter langes Langhaus, das größte je in Europa gefundene Wikinger-Häuptlingshaus. Genau an der Stelle der Ausgrabungen wurde das heutige Wikingermuseum gegründet. Jedes Jahr im August findet auf den Lofoten das Wikingerfestival statt. Das Museum in Borg bietet dann zusätzliche Veranstaltungen, Musikvorführungen, Lesungen und vieles mehr. A propos Veranstaltungen: Regelmäßig findet ein traditionelles Wikingeressen mit Musik, Essen und Unterhaltung statt, das dich in die Zeit der Wikinger entführt! Je nach Programm lässt sich hier ein guter halber Tag verbringen.

Lofotr Wikingermuseum Borg Lofoten Lofotr Wikingermuseum Borg Lofoten Wikingerfest Essen Lofotr Wikingermuseum Borg Lofoten Wikingerfest Essen Lofotr Wikingermuseum Borg Lofoten

Eismuseum “Magic Ice” in Svolvaer

Unmittelbar am Hurtigruten-Anleger in Svolvaer liegt das “Magic Ice“, ein Museum mit allerlei Eisskulpturen: Von Tieren, über Schiffe und ganzen Räumen aus illuminiertem Eis. Ausgestattet mit einem warmen Poncho und Handschuhen lässt es sich hier wunderbar aushalten. Zum Abschluss gibt es an der Bar (natürlich auch komplett aus Eis) einen kühlen Drink im Eisglas serviert. Mit einem Besuch im Museum lässt sich auch prima die Wartezeit bis zum Ablegen des Schiffes überbrücken. Eine gute Stunde reicht hier vollkommen aus um alles zu sehen.

Eisbar Magic Ice Lofoten Museum EisskulpturenMagic Ice Lofoten Museum Eisskulpturen

Weitere Museen auf den Lofoten

Fischereimuseum in Å

Å ist nicht nur das Ziel der wunderschönen Landschaftsroute E10, sondern auch unser Tipp für einen Ausflug, z. B. von Reine aus. Das Fischereimuseum zeigt Dir die Geschichte und Tradition der Fischer in Nordnorwegen. Eine alte Steinofenbäckerei bietet täglich frisches Brot und Zimtschnecken an, es gibt Nordlandboote, einen Löffel Lebertran in der Lebertranfabrik, Fischermännerhäuser und Schmieden zu bestaunen.
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Spielzeugmuseum auf Sakrisøy

Das Spielzeugmuseum auf Sakrisoy ist das erste seiner Art und entführt Dich auf eine wahre Zeitreise in die Spielzeug- und Puppenwelt vergangener Generationen. Unter anderem gibt es eine eigene Sammlung von Spielzeugen, die allesamt von den Lofoten stammen. Ein kurzweiliger Ausflug, der einen Regenguss überstehen lässt.
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Lofoten-Museum in Kabelvåg

Kabelvåg ist auf den ersten Blick unscheinbar, war aber einst der erste und bedeutendste Ort der Lofoten. Auch die weltberühmte Fischereikultur der Lofoten hat hier ihren Ursprung. Es gibt also wohl kaum einen besseren Ort für ein Lofoten-Museum auf den Nordlandinseln. Du kannst alte Fischerhäuser, ein traditionelles Fischerboot und vieles mehr bestaunen. Übrigens: Wenn Du schon in Kabelvåg bist schau doch auch mal in der schon von weitem sichtbaren Vågan-Kirche vorbei. Sie ist eine der ältesten und größten Kirchen in ganz Norwegen und ganz nebenbei das größte Holzgebäude nördlich von Trondheim.

Lofoten Stockfisch Trockenfisch FischereiTrockenfisch Lofoten Fischerei Norwegen

Outdoor-Aktivitäten auf den Lofoten

Wie überall in Norwegen sind auch die Lofoten wie gemacht für Erlebnisse und Abenteuer in der Natur. Wandern, Klettern, Fotografieren, Angeln, Kajaken – die Landschaft der Lofoten bietet unzählige Möglichkeiten und das zu jeder Jahreszeit!

Fahrt in den Trollfjord

Der Trollfjord ist einer der spektakulärsten, weil engsten und steilsten Fjorde der Lofoten. Die Einmündung ist lediglich 100 Meter breit und die steil emporragenden Felswände rechts und links ragen nahezu senkrecht rund 1.000 Meter in die Höhe. Die Hurtigruten passieren auf ihrer Fahrt gen Süden die Einfahrt zum Trollfjord und biegen auch kurz dorthin ab. Noch spektakulärer wirkt dieser Fjord aber direkt von der Wasseroberfläche. Wir sind von Svolvaer aus mit einem 600 PS Speedboat in den Trollfjord gefahren. Seeadler, endlose Dämmerung und die magische Küstenlandschaft der Lofoten machen diese Tour zu einem wirklichen Highlight deiner Lofoten-Reise. Buchbar ist die Trollfjord RIB Safari über Lofot Explorer. Die Tour findet grundsätzlich täglich statt (Stürme und andere Wetterkapriolen ausgenommen). Warme, wetterfeste Kleidung und (wasser-)festes Schuhwerk sind Pflicht. Vor Ort wirst Du noch mit einem wärmenden Overall und einer Schutzbrille gegen die peitschende Gischt ausgestattet.

Lofoten Explorer Tour Trollfjord Lofoten Explorer Tour Trollfjord Lofoten Explorer Tour Trollfjord Lofoten Explorer Tour Trollfjord Lofoten Explorer Tour Trollfjord

Seekajaken in der Mitternachtssonne

Die Mitternachtssonne auf den Lofoten lässt sich am besten auf einem Berg oder auf dem Wasser bestaunen. Das goldene Licht taucht die spektakuläre Landschaft der Lofoten in ein wunderbar warmes Gewand. Eine Seekajak-Tour ist auch tagsüber schon ein echtes Highlight, aber so richtig schön wird es um Mitternacht. Wenn an einem windstillen Tag sich die Berge im glatten Meer spiegeln und Du mit einem Kajak nahezu lautlos durch diese Landschaft gleitest. Bei den meisten Anbietern kannst Du Halbtages-, Ganztages- und Nachtfahrten buchen. Auch Mehrtages-Touren inkl. Campen sind möglich, z. B. bei Northern Explorer.

Übrigens: Für die meisten Touren brauchst Du keinerlei Erfahrungen im Kajaken. Du bewegst Dich immer in Küstennähe und die Touren werden auch nur bei gutem Wetter durchgeführt. Kentern und seekrank werden sind also fast ausgeschlossen 😉

Flekkefjord Kajak fahren

Wanderung vom Haukland Beach nach Uttakleiv

Der Haukland Beach ist sicherlich einer unserer liebsten Orte auf den Lofoten. Steil emporragende Felsen und türkisblaues Wasser – eine Kombination, die bei jedem Wetter fasziniert. Auf der anderen Seite des Bergs liegt der Strand Uttakleiv – nicht minder spektakulär und besonders für seine rund gewaschenen Steine bekannt. Natürlich kannst Du Dir das Auto schnappen und durch den Tunnel auf die andere Seite fahren, ein Particket ziehen (ja, der Parkplatz am Uttakleiv ist gebührenpflichtig!). Aber am schönsten ist die Wanderung von einem zum anderen Strand. Entlang der Küste führt ein einfach zu gehender Pfad direkt am Wasser entlang. Wir haben uns für eine Wanderung über die Berge entschieden.

Vom Parkplatz am Haukland aus folgst Du der Straße zu den letzten einsamen Häusern und zweigst dann links in den Berg ab. Der Weg windet sich zunehmend steiler der Hügel hinauf und wird an einigen Stellen sehr schmal und bei Regen ausgewaschen. Wie immer auf den Lofoten gilt: Wandern bitte nur bei gutem Wetter. Da wir das Baby in der Trage vor dem Bauch tragen entscheiden wir uns an den sehr ausgetretenen Stellen zur Umkehr. Für die Überquerung bis hinüber zum Uttakleiv darf man ca. 2 Stunden rechnen.

Weitere Wanderungen auf den Lofoten

Alle Wanderungen auf den Lofoten haben wohl eins gemeinsam: Es geht meistens sehr schnell sehr steil den Berg hinauf. Dennoch musst Du kein Bergprofi sein, um hier wandern zu gehen, die Ausstattung muss aber stimmen: Wetterfeste Kleidung, Wechselkleidung, wasserfestes Schuhwerk und Regenschutz sollten immer im Gepäck sein. Für noch mehr Inspiration können wir Dir das Buch Entdecke die Lofoten ans Herz legen mit 50 Touren für jedes Wanderlevel!

Für Einsteiger: Von Svolvaer aus zur Nøkksætra Wanderhütte
Eine Wanderhütte am See mitten im Nirgendwo. So fühlt es sich wohl an, wenn man bei Nøkksætra, rund 1,5 Wanderstunden nördlich von Svolvaer ankommt. Vom Parkplatz aus am “Roten Kreuz Svolvaer” im Leirskoleveien aus führt ein gut beschilderter Wanderweg zunächst östlich am Nedre Svolværvatnet vorbei. Dank vieler Freiwilliger konnten breite Holzstege über den sumpfigen Untergrund gebaut werden und man näher sich trockenen Fußes dem Ziel. Nøkksætra, die Wanderhütte, ist sehr gut ausgeschildert. Übrigens kann man dort auch übernachten (Schlüssel und Information dazu gibts in der Touristeninformation in Svolvaer). Die Hütte ist allerdings nicht bewirtschaftet.

Für Wandererfahrene: Aussicht vom Offersøykammen
Einen ersten Eindruck von der spektakulären Landschaft der Lofoten bekommst Du vom Gipfel des Offersøykammen. Nach rund 1,5 Stunden bergauf wandern stehst Du auf dem Gipfel des Felsplateaus und hast einen tollen Rundblick auf Vestvågøy. Auch der Haukland Beach ist von hier oben zu erkennen.
Koordinaten für den Startpunkt: N68° 09.266′ E13° 30.836′
Parken: Nach der Brücke über den Offersøystraumen folgst Du der E10 weiter nach links. Unmittelbar an der Straße gibt es nur eine kleine Parkbucht für maximal drei Fahrzeuge. Etwas weiter auf der linken Seite gibt es an einer Seitenstraße die Möglichkeit zu parken.

Lofoten Norwegen Reine

Was möchtest Du noch über die Lofoten wissen? Oder warst Du sogar schon einmal dort und hast noch Ergänzungen zu unserem Reiseguide? Dann freuen wir uns über Deine Nachricht unten in den Kommentaren!

Geschrieben von
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