Steinbock-Safari in Graubünden | Wir suchen den König der Alpen!

Steinböcke am Canusapass

Werbung | Hast Du schon mal einen Steinbock gesehen? Nein, wir meinen natürlich nicht auf der Horoskop-Seite, sondern in freier Wildbahn? Spätestens seit unseren Safaritouren in Südafrika wissen wir: Es gibt nichts schöneres als Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Wir hatten trotz vieler Touren in den Alpen noch nie Glück und wollten es diesmal wissen: Der Capricorn – so lautet der romanische Name für den Steinbock – ist das Wappentier von Graubünden und vom Naturpark Beverin. Wenn es also irgendwo klappt, dann hier.

Wanderung zum Carnusapass

Im kleinen Ort Wergenstein, mitten im Naturpark Beverin, liegt der Center da Capricorns. Eine kleine aber sehr sehenswerte Ausstellung rund um den König der Alpen. Das Steinbock-Zentrum bietet im Juli und August jeden Donnerstag geführte Wildbeobachtungstouren mit Jäger Magnesch Michael an. Vom Center da Capricorns geht es zunächst mit dem Kleinbus hinauf Richtung Tguma Parkplatz auf schon beachtlichen 2.340 Metern.

Auf der kurvigen Fahrt nach oben eröffnet sich um uns herum schon das beeindruckende Bergpanorama des Naturpark Beverins. Vom Parkplatz aus starten wir Richtung Carnusapass, dort wo die gut 350 Tiere umfassende Steinbockkolonie in letzter Zeit öfter gesehen würde. Natürlich leben nicht alle Tiere dort zusammen. Aber wir sind voller Hoffnung auf die ein oder andere Beobachtung.

Vom Tguma Parkplatz hinauf zum Carnusapass

Der Weg führt gleichmäßig steigend bergan. Anfangs noch über weite Alpwiesen, vorbei an Kühen und zahlreichen Murmeltieren. Es gibt keine ausgewiesene Beschilderung, außer den rot-weiß markierten Steinen, aber das Ziel haben wir klar vor Augen. Der Carnusapass ist oben am Berg schon zu erkennen; verlaufen kann man sich nicht. Je höher wir steigen, desto unebener und gerölliger wird der Boden. Ein gutes Zeichen. Denn wer Steinböcke sehen will ist in baumlosen, steinigen Gegenden genau richtig. Die letzten 300 Meter bis zum Carnusapass verlaufen eng am Berg, nach rechts abfallend auf einem etwas schmaleren Pfad. Links von uns liegen die Berge im Schatten, nach rechts eröffnet sich das Panorama bis hinunter ins Tal.

Wanderung zum Carnusapass Murmeltier Naturpark Beverin

Oben am Carnusapass auf 2.605 Metern angekommen folgt die Belohnung für alle Bergsteiger: Der neue Blick auf das, was hinter dem Anstieg liegt. Hochalpines, steiniges Gelände, aufragende Bergspitzen und ein sich langsam zuziehender Himmel. Tipp: Natürlich hast Du auf einer solchen Tour immer auch warme Kleidung dabei, eine regenfeste Jacke und eventuell ein Halstuch gegen pfeifenden Wind.

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Die schönste Belohnung für den Aufstieg: Hallo Steinbock!

Hm, trotz aller Begeisterung für das Panorama um uns herum: Kein Steinbock ist weit und breit in Sicht. Auch Magnasch kann mit dem Fernrohr noch keinen erspähen. Also ziehen wir weiter. Auf schmalen Wegen geht es über Geröll weiter Richtung Piz Beverin – dem Hausberg der Region. Immer wieder halten wir an und schauen uns um, aber der König der Berge lässt auf sich warten. Es geht nun noch einmal rund 100 Höhenmeter weiter hinauf, es wird felsiger und von einem Weg kann man nicht mehr sprechen. Dann haben wir Glück – und was für welches.

Nur rund 50 Meter vor uns tummeln sich zwei junge Steinböcke – etwa 3 Jahre alt. Das Alter eines Steinbocks kann man an den Knubbeln der Hörner ablesen. Wir verharren minutenlang in kompletter Stille. Schließlich verdrücken sich die beiden hinter die Felsen und verschwinden aus unserem Blickfeld. Ein Stück weiter entdecken wir noch einmal zwei Böcke, allerdings in mehreren hundert Meter Entfernung. Schon beeindruckend, wenn auf der Klippe am Horizont lediglich die zwei charakteristischen Hörner emporragen.

Steinbock CarnusapassSteinbock CarnusapassSteinbock Carnusapass Steinbock Carnusapass Steinbock Carnusapass

Beeindruckend von dieser Begegnung bewegen wir uns langsam zurück Richtung Carnusapass und dann weiter Richtung Tal. Ein Blick zurück lässt uns wie immer ehrfürchtig werden. “Da oben standen wir eben noch … wie klein wir doch sind.” Der Himmel zieht sich zu, der Wind pfeift und auch die Kühe bewegen sich langsam abwärts. Ein untrügliches Zeichen, dass das Wetter schlechter wird. Nach einer knappen Stunde Abstieg sind wir müde und glücklich zurück am Parkplatz. Wir blicken auf das von der Abendsonne erleuchtete Tal und sind uns sicher, dass das heute eines DER Highlights auf unserer Reise durch den Naturpark Beverin war.

Steinböcke am Carnusapass Aussicht Carnusapass Steinbock-Safari am Schamserberg  Wanderung Steinbock-Safari Wanderung zum Tguma Parkplatz Aussicht CarnusapassNaturpark Beverin Abendsonne

Tipps für Deine Steinbock-Safari

Wann: Jeden Donnerstag im Juli und August um 15:00 Uhr ab dem Steinbock-Center in Wergenstein. Für Kinder ab 10 Jahren ist die Tour geeignet, sofern sie wanderfreudig und in Begleitung eines Erwachsenen sind. Bitte melde Dich bis spätestens 17:00 Uhr am Vortag bei der Gästeinformation Viamala an. (Tel. +41 (0)81 650 90 30)

Kosten: 30 CHF für Erwachsene und 15 CHF für Kinder zwischen 10 und 16 Jahren (Transport zum Tguma-Parkplatz und zurück inklusive)

Dauer: mindestens 4 Stunden

Ausrüstung: Du brauchst zwingend festes Schuhwerk, warme wetterfeste Kleidung und natürlich Wasser und ein kleines Proviant (z. B. salzige Erdnüsse oder Müsliriegel). Ein wärmendes Halstuch oder eine windfeste Mütze kann auch nie schaden, denn oben am Carnusapass kann Dir der Wind kräftig um die Ohren wehen. Hast du ein Fernglas oder ein sehr gutes Teleobjektiv? Dann bring das unbedingt mit – in den meisten Fälle sind die Steinböcke nämlich weit weg.

Hinweise: Für die Tour solltest du halbwegs fit sein und dich schon ein paar Tage an die Höhe in den Bergen gewöhnt haben. Der Aufstieg dauert rund eine Stunde bis zum Carnusapass. Der Weg ist bis auf wenige Stellen sehr breit – jedoch ist Schwindelfreiheit auf jeden Fall von Vorteil. Eine Garantie für Steinbock-Sichtungen gibt es natürlich nicht. Aber versprochen: Auch ohne Steinböcke ist diese Tour eine grandiose Wanderung durch die Graubündner Alpen!

Übernachtung: Im Center da Capricorns ist ein Hotel und ein Restaurant, sodass Du nach der Wanderung dort müde ins Bett fallen kannst. Oder du fährst noch 5 Minuten mit dem Auto Richtung Mathon in die Pensiun Laresch. Nicht nur optisch ist die kleine Pension ein echtes Highlight. Herzliche Gastgeber, fantastisches Essen und ein toller Ausblick auf die Berge lassen Dich hier wie zu Hause fühlen.

Naturpark Beverin

Du suchst noch mehr Tipps und Inspirationen für Deine Reise nach Graubünden? Dann schau dir doch unsere 10 Ferientipps für den Naturpark Beverin an. Auch Travelita war in der Graubünden unterwegs und hat wie immer beeindruckende Bilder im Gepäck.

Vielen Dank an Graubünden Ferien für die Einladung in die Schweiz. Unsere eigene Meinung bleibt davon natürlich unberührt. 

Geschrieben von
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