Zion Nationalpark – zu schön, um nur durchzufahren

Der Zion Nationalpark liegt etwa 70 Meilen vom Bryce Canyon entfernt im Südwesten von Utah. Vom Osteingang kommend erreicht man nach rund einer halben Meile den Checkerboard Mesa, einen Tafelberg aus Sandstein. Durch das frieren und schmilzen von Wasser entstehen hier horizontale und vertikale Furchen.

Zion NationalparkZion NationalparkZion Nationalpark

Anschließend führt die Straße weiter durch einen Tunnel und über mehrere Serpentinen hinunter zum Visitor Center. Größere Fahrzeuge, wie bspw. Wohnmobile, müssen am Parkeingang eine Extragebühr von $15 bezahlen, um durch den Tunnel fahren zu dürfen. Der Tunnel ist sehr schmal und damit die Wohnmobile beide Fahrspuren benutzen können, wird der Gegenverkehr von den Rangern auf der anderen Seite des Tunnels angehalten.

Zion NationalparkZion Nationalpark

Zion Canyon

Vom Visitor Center startet in regelmäßigen Abständen ein kostenloser Shuttlebus in den Zion Canyon. Der Zion Canyon Scenic Drive ist von März bis Oktober für Privatfahrzeuge gesperrt, damit es nicht zu Rückstaus kommt. Es werden neun Haltestellen angefahren. Eine Übersichtskarte zeigt, wo die einzelnen Haltestellen sind.

Zion NationalparkZion NationalparkZion Nationalpark

Im Zion Canyon bieten sich einige Wanderungen an. Die TOP-Wanderung im Zion Nationalpark ist die Wanderung nach Angels Landing. Ein fast 9 km langer Wanderweg führt etwa 450 Höhenmeter hinauf und beschert tolle Ausblicke. Das letzte Stück führt über eine sehr schmale Felsmauer von der es auf beiden Seiten 500 Meter steil hinunter geht. Für Leute mit Höhenangst ist dieses Teilstück nicht zu empfehlen.

Gemäßigter geht es hingegen auf den Emerald Pools Trails zu. Sie führen zu den Lower-, Middle- und Upper Emerald Pools. Diese werden vor allem durch Wasserfälle gespeist und sind wegen der Trockenheit im Sommer zu dieser Jahreszeit recht klein.

Emerald PoolsEmerald PoolsEmerald Pools

Durch den Zion Canyon fließt der Virgin River. Am Ende des Canyons gibt es eine Engstelle, The Narrows genannt, wo der Fluss durch steile Wände eingegrenzt fließt. Eine Wanderung führt hier direkt durch den Fluss, da es an dieser Stelle kein Ufer gibt. Bei dieser Wanderung sollte der Fluss einen niedrigen Wasserstand haben. Nach Regenfällen oder bei Gewittern können hier lebensgefährliche Sturzfluten entstehen. Nähere Informationen über diese und weitere Wanderungen im Zion Nationalpark könnt ihr dem Parkführer entnehmen.

Wir waren im Zion Nationalpark auf Durchreise vom Bryce Canyon nach Las Vegas und haben deshalb nur die Wanderung zu den Emerald Pools gemacht. Wir sind aber zu dem Schluss gekommen, dass der Nationalpark zu schön ist, um einfach nur durchzufahren. Man sollte zumindest 1-2 Tage einplanen.

Und ihr? Ward ihr schon mal im Zion Nationalpark? Vielleicht habt ihr ja auch eine Wanderung nach Angels Landing oder durch The Narrows gemacht? Wir freuen uns auf eure Berichte.

Zahlen & Fakten zum Tag

Start/Ziel Bryce Canyon/Las Vegas
Gefahrene Strecke ca. 403 km
Unterkunft The Venetian
Restaurant TGI Fridays Las Vegas
Aktivitäten Besuch im Zion Nationalpark
Emerald Pools Trail

Geschrieben von
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8 Kommentare

  • Ich will, ich will, ich will dahin! Tolle Fotos 🙂 Bestätigen mich einmal mehr darin, dass ich gerne sobald wie möglich an die Westküste der USA reisen möchte!
    Alles Liebe,
    Kathi

  • Super, jetzt habe ich wieder Fernweh.

    Der Zion gehört eindeutig auch zu unseren Favoriten, auch wenn wir keine Wander-Fanatiker sind. Aber die gewaltigen roten Felsen und Berge, dazu das viele Grün unten im Tal, es ist einfach wunderschön dort. Und dann die Fahrt, Richtung Tunnel und Osteingang des Parks, mit den tollen Aussichten hinunter ins Valley – ein Traum. Und ja, wir gehören zu den Wohnmobilfahrern, wegen denen der Tunnel schon für den Gegenverkehr gesperrt war. *grins*

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,

      gut zu wissen. Wegen Euch mussten wir also am Tunnel warten. 😉 Nein, im Ernst: Die Wartezeit an dem Tunnel ist ja nicht so lange.

      Ja, der Zion ist wirklich ein richtig schöner Nationalpark. Ein Besuch dort lohnt sich. Und wie bereits gesagt: Beim nächsten Besuch planen wir definitiv einen längeren Aufenthalt im Zion ein.

  • Pingback: Die Bloggerszene - Blick über den Tellerrand #1/2016 - Reisen-Fotografie.de
    • Hallo Sabine,
      der Zioon ist wirklich eine Perle und auch wir haben ihn bei der Reiseplanung komplett unterschätzt. Definitiv kein Park zum “einfach mal durchfahren”. Bist du schwindelfrei? Dann wäre Angels Landing bestimmt eine grandiose Wanderung für dich. 🙂

  • Hallo ihr Lieben,

    eure Bilder und Berichte sind richtig klasse <3
    Nächstes Jahr mache auch ich für 21 Tage einen Roadtrip durch den Westen der USA – eure Fotos machen es mir da wirklich schwer, nicht gleich sofort loszuwollen 🙂
    Momentan bin ich auf der Suche nach einer tollen Kamera für meine Reise. Ich möchte möglichst realitätsnahe Aufnahmen, an denen ich mich an noch nach der Reise lange erfreuen kann. Und da eure Bilder so toll ausschauen, wollte ich mal fragen, was denn ihr für eine Kamera habt?

    Liebe Grüße
    Liz

    • Liebe Liz,
      wow, tolle Reisepläne! 21 Tage USA werden dir lange im Herzen bleiben!
      Nun, die Frage ist wie so deine Fotografie-Erfahrungen sind? Bist du eher Einsteiger oder schon etwas geübter im Umgang? Möchtest du etwas kleines, kompaktes, das sich leicht im Rucksack verstauen lässt oder bist du auch bereit schwere Objektive und einen ganzen Fotorucksack zu schleppen? Wir fotografieren mit einer Nikon D750 und einer Canon 6D. Dazu nutzen wir alles von Weitwinkel-Objektiven bis zu Telelinsen.
      Beschreib uns doch ein bisschen genauer was deine Fotografie-Kenntnisse und Erfahrungen sind und auch ein ungefähres Preis-Budget. Dann können wir dich noch besser beraten.
      Ach ja: Für die Nachbearbeitung nutzen wir Lightroom. Damit kannst du ganz wunderbar einen natürlich Look in deinen Bildern kreieren, in dem du bei der Bearbeitung nur das nötigste angehst: Ein paar Flecken retuschieren, die Helligkeit leicht anpassen etc. Aber natürlich kannst du auch ganz surreale Looks mit kräftigen Farben, hoher Sättigung und starken Kontrasten zaubern. Wichtig ist, dass du deine Fotos alle im RAW-Format aufnimmst. Dann stehen dir bei der Bearbeitung alle Türen offen.

      Liebe Grüße
      Anke & Thorsten

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