5 Tipps für einen Besuch im Bryce Canyon

Der Bryce Canyon ist sicherlich einer der schönsten Canyons im Südwesten der USA. Der Begriff “Canyon” ist eigentlich irreführend, da der Bryce Canyon nicht durch einen Fluss, sondern durch Erosionen von Wind und Wetter entstanden ist. Diese Erosionen formten ein Amphitheater mit unzähligen Felsnadeln, den sog. Hoodoos. Wer vom Capitol Reef Nationalpark zum Bryce Canon fährt, der sollte über die Utah State Route 12 (einer der schönsten Scenic Highways in Utah) fahren. Die Straße führt durch eine wunderschöne Landschaft und es bieten sich einige tolle Aussichtspunkte an.

Highway 12

Highway 12

Der Eintritt in den Nationalpark kostet pro Fahrzeug zurzeit $30. Gut ist, wenn man bereits einen Annual Pass hat, denn dann ist der Eintritt inklusive. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Park auf Campingplätzen und Lodges oder bei Ruby’s Inn direkt vor den Toren des Nationalparks.

Natürlich gibt es auch eine Übersichtskarte über den Nationalpark. Für das Amphitheater, welches das Zentrum des Parks bildet, gibt es noch eine detailliertere Karte. Für einen Besuch im Bryce Canyon haben wir noch ein paar Tipps zusammengestellt.

#1: Spaziergang auf dem Rim Trail

Vom Rim Trail hat man die Möglichkeit, den Bryce Canyon von oben zu sehen. Er verbindet die Aussichtspunkte Fairyland Point und Bryce Point und führt somit am Amphitheater vorbei. Da der Wanderweg oben entlang geht, ist der Höhenunterschied relativ gering. Auf der Strecke liegen insgesamt fünf Aussichtspunkte. Von denen sind der Sunrise Point, der Sunset Point, der Inspiration Point und der Bryce Point sogar mit dem Bryce Canyon Shuttle zu erreichen, was es erlaubt auch nur einen Teil des Rim Trails zu erkunden.

Rim Trail

Inspiration Point
Inspiration Point

#2: Wandern im Bryce Canyon

Wer den Bryce Canyon näher erkunden möchte, der sollte eine Wanderung hinunter machen. Hier bieten sich mehrere Wanderwege an, die auch miteinander kombiniert werden können. Wie bei jeder Wanderung sollte man ausreichend Wasser mitnehmen. Man sollte auch bedenken, dass der Bryce Canyon auf einer Höhe von 2.400 bis 2.700 Meter über dem Meeresspiegel liegt und die Luft ein bisschen dünner ist.

Queens Garden Trail

Der Queens Garden Trail gilt als einfacher Wanderweg. Er startet am Sunrise Point, ist etwa 3 Kilometer lang, geht ca. 100 Höhenmeter bergab und endet an einer Felsformation namens Queen Victoria. Nun hat man die Wahl, den gleichen Weg wieder zurückzugehen oder weiterzugehen bis man auf den Navajo Loop Trail kommt. Von dort geht es dann hinauf zum Sunset Point. Man könnte die Wanderung auch mit dem anstrengenden Peek-A-Boo Loop Trail kombinieren.

Queens Garden Trail

Queens Garden Trail

Navajo Loop Trail

Der Navajo Loop Trail ist der beliebteste (und vollste) Wanderweg am Bryce Canyon und startet am Sunset Point. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dem Wanderweg um einen Loop Trail und endet auch wieder am Sunset Point. Auf einer Strecke von etwas mehr als 2 Kilometern werden ca. 170 Höhenmeter überwunden. Serpentinenartig führt der Weg hinunter in den wohl schönsten Teil des Canyons. Die Wanderung führt durch eine sehr enge Schlucht (Wallstreet genannt) und an einem der bekanntesten Hoodoos Thors Hammer vorbei.

Navajo Loop Trail

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Wall Street

Bryce Canyon

Thors Hammer
Thors Hammer

Peek-A-Boo Loop Trail

Der Peek-A-Boo Loop Trail beginnt und endet am Bryce Point. Der Weg ist 8,8 km lang und führt sehr steil 470 Höhenmeter hinunter und lässt sich mit dem Navajo Loop Trail oder Queens Garden Trail kombinieren. Wer nicht wandern, sondern reiten möchte, der kann auch einen Reitausflug buchen. Die Halbtagestour führt über den Peek-A-Boo Loop Trail.

#3: Sonnenaufgang am Bryce Point

Für Sonnenaufgänge gibt es sicherlich mehrere schöne Stellen am Bryce Canyon. Besonders schön ist der Sonnenaufgang aber am Bryce Point. Von hier hat man einen schönen Überblick und kann beobachten, wie sich von Minute zu Minute das Farbenspiel im Bryce Canyon verändert.

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#4: Fahrt über die Panoramastraße

Die knapp 30 Kilometer lange Panoramastraße führt in den südlichen Teil des Nationalparks. Entlang der Straße befinden sich zahlreiche Aussichtspunkte. Die Straße endet am Rainbow Point ca. 2.700 Meter über dem Meeresspiegel. Wer Lust hat, kann hier einen kleinen Spaziergang über den Bristlecone Loop Trail machen. Wohnmobilfahrer müssen allerdings auf die Fahrt verzichten. Wohnmobile sind auf der Panoramastraße leider nicht zugelassen.

Natural Bridge
Natural Bridge
Aqua Canyon
Aqua Canyon
Rainbow Point
Rainbow Point
Yovimpa Point
Yovimpa Point

#5: Sterne gucken

Am Bryce Canyon ist die Lichtverschmutzung sehr niedrig. In klaren Nächten kann man daher bis zu 7.500 Sterne sehen. Ideale Voraussetzungen für Hobbyastronomen oder Sternefans. Wer die Sterne fotografieren möchte, sollte neben einer Kamera auch ein Stativ griffbereit haben. Im Bryce Canyon Nationalpark werden auch eigene Astronomieprogramme angeboten. Außerdem findet einmal im Jahr das Bryce Canyon Astronomy Festival mit einem erweiterten Programm statt. Es werden Workshops angeboten, Präsentationen gehalten und abends mehrere Teleskope aufgestellt.

Zahlen & Fakten zum Tag

Start/Ziel: Torrey/Bryce Canyon
Gefahrene Strecke: ca. 203 km
Unterkunft: Best Western Plus Ruby’s Inn
Restaurant: Ruby’s Inn Restaurant
Aktivitäten: Wandern im Bryce Canyon

Und ihr? Habt ihr noch weitere Tipps oder Erfahrungen? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Geschrieben von
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4 Kommentare

  • Wow, das sieht ja gigantisch aus. Einfach unglaublich, was durch das Wetter entstehen kann. Die Farbenvielfalt und die Formationen scheinen teilweise sehr unwirklich.
    Der Bryce Canyon muss definitiv auf meine Reiseliste!
    Gruß aus dem Wunderland,
    dori

    • Hallo Dori,

      das stimmt. Der Bryce Canyon ist zwar relativ klein, aber richtig schön. Wer im Südwesten der USA unterwegs ist, der sollte den Bryce Canyon in seine Reiseroute mit aufnehmen.

    • Die schönsten Landschaftsfotos entstehen einfach in diesem ganz besonderen Licht kurz vor und während dem Sonnenaufgang und natürlich abends gleichermaßen. Die blaue Stunde taucht auch alles in ein fantastisches Licht. Früh morgens ist es am Canyon auch noch wunderbar menschenleer, das macht es gleich doppelt beeindruckend.

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