Unsere Top 10 Tipps für Seattle | Welcome to Emerald City

Seattle war in diesem Jahr der Auftakt zu unserem 25-tägigen Roadtrip durch die USA und Kanada. Ein Besuch in Washingtons Hauptstadt lässt sich nur schwer planen. Die “Rain City”, wie sie die Amerikaner selbst gerne nennen, ist nicht unbedingt bekannt für ihr Postkartenwetter. Auch der über4000 Meter hohe Hausberg Mount Rainier ist nur selten zu sehen – dafür muss hier einfach das Wetter stimmen. Deshalb haben wir uns von Anfang einen Plan B und C für schlechtes Wetter überlegt.

Und natürlich galt direkt: Der Jetlag muss weg oder sollte gar nicht erst kommen. Also stürzten wir uns gleich los ins Getümmel und erkundeteten die Stadt. Zu Fuß natürlich: Das hält wach! Übrigens: Ganz so schlecht ist der häufige Nieselregen für die Stadt auch nicht. Nicht von ungefähr kommt der zweite Spitzname “Emerald City”, also grüne Stadt. Zahlreiche Parks und Grünflächen säumen die Stadt und machen Sie zu einer der beliebtesten Großstädte in den Staaten.

Seattle-48-2086

#1: Seattle City Pass

Mit dem Seattle City Pass erhaltet ihr Eintritt zu den 5 beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Seattle und könnt noch kräftig sparen: Bis zu 50% gegenüber den regulären Eintrittspreisen. Erwachsene zahlen 74 Dollar, Kinder 54 Dollar. Ab dem ersten Tag der Nutzung ist der Pass für 9 Tage gültig. Diese Attraktionen sind inklusive:

Dazu gibt es noch jede Menge weiterer Rabatte für Cafés und den Attraktionen angeschlossene Angebote (z. B. Fotos auf der Space Needle zum vergünstigen Preis). Interessant war für uns der 15% Gutschein für das Kaufhaus Macy’s.

Da wir vor allem am ersten Tag morgens und abends das berühme Seattle-Nieselregen-Grau-in-Grau-Wetter hatten, war der City Pass für uns genau richtig.

#2: Seattle Aquarium

Das Seattle Aquarium liegt passend genau an der Elliott Bay Waterfront. Besonders nett fanden wir den kleinen Streichelzoo im Gezeitenbecken mit Seesternen und Seegräsern. Auch die Außenanlagen mit Pinguinen oder das wandhohe 360°-Meereswasserbecken sind nett anzuschauen. Für einen Vormittag bei schlechtem Wetter auf jeden Fall eine lohnenswerte Adresse (gut mit Kindern zu besuchen).

Seattle Aquarium

Seattle Aquarium

#3: Hafenrundfahrt Seattle

Die kommentierte einstündige Bootsfahrt dient wunderbar für einen Blick auf Seattle vom Wasser aus. Vorbei an der historischen Hafenfront geht es in Richtung modernem Seattle zu den Wolkenkratzern in Downtown und der berühmten Skyline mit der Space Needle (die im Vergleich zu den umstehenden Gebäuden übrigens äußert klein ist). Ein Blick auf den bedeutenden Seehafen runden die Tour ab.

Seattle Waterfront  Space Needle

 #4: Space Needles

Von Downtown aus bringt euch die Monorail bequem vom Westlake Center zur Space Needle (Abfahrt alle 10 Minuten). Beim Einlösen der Gutscheine aus dem City Pass bekommt ihr ein Zeitfenster für den Eintritt zugeteilt. Wir mussten rund 1 Stunde warten. Zeit genug um schon mal einen ersten Blick über den Zaun in das Chihuly Garden and Glass und auf die Wiese hinter dem Turm inkl. Food-Market zu werfen. Bei einem würzig-scharfen vegetarischen Burger lümmelten wir die Wartezeit über in der Sonne.

Seattle Monorail

Die Fahrt nach oben geschieht über Aufzüge an mehreren Seiten. Auf dem Weg dorthin erfährt man allerlei Eindrücke aus der Bauzeit und der Geschichte des Turms. Die Aussicht oben ist schön aber wie immer gilt: Wer auf dem Turm selbst steht, sieht ihn nicht mehr (für ein Skyline-Foto). Wenn ihr Space Needle und optimalerweise auch noch den Mount Rainier in einem Panorama haben wollt, genießt den Sonnenuntergang bei gutem Wetter im Kerry Park.

Space Needle
Aussicht von der Space Needle

#5: Chihuly Garden and Glass

Nur wenige Fußminuten von der Space Needle entfernt liegt ein kunterbunter Tipp für Seattle: Das Chihuly Garden and Glass Museum zeigt in acht Ausstellungsräumen die Glaskunst von Dale Chihuly. Dunkle Räumen und illuminiertes buntes Glas in den wildesten Formen sehen einfach beeindruckend aus. Ganze Landschaften aus Glas wurden hier gebaut. In der Außenanlage passen Glas und Gartenbepflanzung optimal zusammen. Ein Highlight ist auch das 12 Meter hohe Glashaus mit Blick auf die benachbarte Space Needle und eine rund 30 Meter lange Glasskultpur aus rot-gelb-orangenen Blüten.

 

Chihuly Glass and Garden

Chihuly Glass and Garden

Chihuly Glass and Garden

Chihuly Glass and Garden

#6: Moore Coffee Shop | Der beste Kaffee der Stadt

In der Stadt mit dem ältesten Starbucks der Welt sollte man wahrscheinlich dort den leckersten Kaffee vermuten. So suggerieren es ja auch die langen Schlangen vor der Filiale. Aber falsch gedacht! Wir haben selten so leckeren Kaffee, Matcha-Tee und Kakao getrunken wie bei Moore Coffee. Die heiße Schokolade war nicht zu süß, hatte einen leckeren nussigen Nachgeschmack und einen grandios hübsch verzierten Milchschaum oben drauf. Zum Frühstück gibt es hier leckere süße und herzhafte Waffeln, ab 10 Uhr auch Sandwiches.

The Moore Coffee

The Moore Coffee
Das perfekte Frühstück in Seattle

#7: Moore Hotel | Zentral und günstig übernachten

Das Moore Hotel liegt zentral in der Nähe des Pike Place Market. Rund 100 Dollar kostet ein Doppelzimmer – für Seattle ein durchaus erschwinglicher Preis.

Für das ca. 250 Meter entfernte Parkhaus (Third & Stewart Garage) gibt es im Hotel Rabattgutscheine (15 Dollar für 24 Stunden).

Frühstück gibt es im Hotel nicht. Allerdings ist direkt nebenan die Filiale von Moore Coffee. Auch rund um den Pike Place Market (ca. 5 Minuten zu Fuß) gibt es jede Menge Frühstücksangebote.

Moore Hotel

#8: Pike Place Market

Über 200 kleine und große Läden und Marktstände befinden sich in den Hallen des Pike Place Market, einem der größen und ältesten Märkte in den USA. Hier gibt es nicht nur fangfrisches Seafood und Fisch, Obst, Gemüse, Gebäck, süßes, herzhaftes, warme und kalte Küche, sondern auch allerlei exotisches. Dazu gibt es jede Menge Blumen, die frisch und üppig zu bunten Sträußen gebunden werden, Handwerkskunst und in den unteren Etagen jede Menge Schmuck und Musikläden (ja, so richtig mit Schallplatten und so). 2017 wird der Markt übrigens ganz schick in Richtung Waterfront erweitert!

Wie auf jedem Markt gilt hier: Kommt so früh es geht hier hin, dann ist der Markt noch nicht so überlaufen und ihr könnt in Ruhe bummeln und euch alles anschauen.

Pike Place Market

Pike Place Market

Pike Place Market

Pike Place Market

#9: The Crab Pot Seattle | Seafood Paradies

Man nehme frisch gekochte Dungeness crab (Kalifornische Taschenkrabbe) oder Kings crab (Königskrabbe), eine gute Handvoll frisch gekochter Shrimps mische es mit würzig marinierten roten Kartoffeln und ein paar halben Maiskolben und kippe es vor uns auf den Tisch. Dazu noch ein großes Schlabbertuch umgebunden, Holzhämmerchen und Gabel in die Hand und los geht’s.

Wer Seafood mag wird The Crab Pot lieben und das würzige Krabbenfleisch noch viel mehr. Dadurch, dass der riesen Berg vor uns auf dem Tisch liegt und das knacken der Schale nicht immer so flott funktioniert kühlt das Essen leider sehr schnell aus. Aber Geschmack und Erlebnis sind top! Crab Combos gibt es auch mit Königskrabbe oder Lachs und ab 35 Dollar pro Person. Am Abend und vor allem am Wochenende solltet ihr reservieren. Wartezeiten von 40 Minunten sind hier nicht selten.

The Crab Pot
1301 Alaskan Way, Pier 57

#10: Metskers | DER Laden für Liebhaber von Landkarten, Globen und Atlanten

Metskers entdeckten wir eher per Zufall. Beim Bummeln gegen den Jetlag an unserem ersten Abend standen wir plötzlich vor dem Laden ganz in der Nähe des Pike Place Market. Einmal drin waren wir gefesselt von den wunderschönen Landkarten an den Wänden, den antiken Globen, tolle Atlanten, Dekosachen und den zahlreichen Reiseführern. Hier haben wir uns direkt mal mit Lonely Planets zu kanadischen Nationalparks eingedeckt (die englischen Ausgaben sind deutlich ausführlicher als die deutschen). Übrigens gibt es hier natürlich auch die tolle Scratch Map zu kaufen. Unsere hängt bei uns im Wohnzimmer!

Metsker Maps

Metsker Maps

Metsker Maps

Seattle für Sportbegeisterte

Für alle Fans von amerikanischem Sport ist ein Besuch bei den Seattle Seahawks (American Football) oder den Seattle Mariners natürlich Pflicht. Da wird außerhalb der Football-Saison dort waren sind wir zu einem Spiel der Mariners ins Safeco-Field gefahren (mit der U-Bahn bequem aus Downtown zu erreichen).

Safeco Field

Was sind eure Erinnerungen und Tipps für Seattle? Die Stadt wurde mehrfach als eine der lebenswertesten Städte in den USA ausgezeichnet. Seht ihr das auch so? Wir freuen uns auf eure Meinungen dazu! Tolle Tipps zu Seattle findet ihr übrigens auch bei “Heikes Reiseblog Hallo Welt”.

Übrigens: Das mit dem Jetlag bekämpfen hat bei uns super funktioniert! Wir sind um 12:30 UhrOrtszeit angekommen (21:30 Uhr in Deutschland). Mit Essen gehen und bummeln haben wir bis 21:00 Uhr ausgehalten, sind dann ins Bett gefallen und waren am nächsten Morgen topfit!

Street Art Seattle

Vielen Dank an VisitSeattle, die unsere Reise mit dem Seattle City Pass unterstützt haben. Unsere Meinung und Empfehlungen bleiben davon natürlich unberührt.

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2 Kommentare

  • Das Glasmuseum sieht ja zauberhaft aus, Wow!! Wie viel Zeit habt ihr dort verbracht? Die acht Themenräume sind bestimmt groß, oder? Wenn es jetzt nicht so warm wäre würde ich auch so einen hübsch verzierten Kaffee trinken 😉

    • Hallo Lisa,
      wir waren insgesamt vielleicht eine oder anderthalb Stunden im Museum unterwegs. Die Räume selbst sind recht klein und haben meist eine große oder mehrere kleine Skulpturen ausgestellt. Ja, der Kaffee bzw. Kakao war wirklich sehr sehr lecker, wir würden ihn beim nächsten Seattle Besuch auf jeden Fall wieder trinken 🙂
      Viele Grüße
      Anke & Thorsten

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