Ruhrtal Radweg: Bergauf, bergab bis Arnsberg

Ruhrtal Radweg Arnsberg
Die Altstadt von Arnsberg

Nach unserem ersten Tag auf dem Ruhrtal Radweg sind die Erwartungen hoch: Ob wir wieder so gutes Wetter haben? Ob die Landschaft und Radwege genauso spektakulär sind wie am ersten Tag oder ob wir heute ein wenig ebenerdiger unterwegs sind? Zunächst einmal knurrt der Magen und freut sich auf ein gutes Frühstück – da werden wir im Hotel Bigger Hof nicht enttäuscht. Frisch gestärkt steigen wir bei angenehmen 20°C auf die Räder. Los geht’s, unser Tagesziel lautet Arnsberg, mitten im Sauerland.

Viel Ruhr, viel Natur

Die zweite Etappe auf dem Ruhrtal Radweg zählt zu den landschaftlich schönsten Abschnitten der ganzen Tour. Allerdings muss man dafür auch ordentlich strampeln. Schon kurz nach Olsberg folgen einige recht steile Anstiege, die uns dankbar für das reichhaltige Frühstück sein lassen. Wenn die Oberschenkel schmerzen denkt immer daran: Dafür geht es später auch wieder schön bergab, man kann das Rad rollen lassen und die Natur genießen.

RuhrtalRadweg_Tag2-1

Die Ruhr früh morgens bei Olsberg. Herrliches Wetter erwartet uns an Tag 2 unserer Tour!
Die Ruhr früh morgens bei Olsberg. Herrliches Wetter erwartet uns an Tag 2 unserer Tour!
Auf jeder Brücke denken wir uns: Immer wieder anders, immer wieder schön: Die Ruhr!
Auf jeder Brücke denken wir uns: Immer wieder anders, immer wieder schön: Die Ruhr!

In Bestwig Velmede ist eine kleine Rast Pflicht, denn hier wartet eine der schönsten Stellen der ganzen Ruhr auf euch. Wo vor gar nicht langer Zeit die Ruhr noch in einen betonierten Kanal gepresst wurde findet ihr heute eine wunderschön renaturierte Auenlandschaft, in der sich die Ruhr auf einer Breite von 70 Metern nun selbst ihr Flussbett suchen darf. Einfach toll hier auf den Holzbänken in der Sonne zu hocken, einen Apfel zu mümmeln und den Fluss dahinplätschern zu sehen. Und überhaupt: Mal fließt die Ruhr wie sie will, so wie hier in Bestwig. Dann wieder scheint sie fast still zu sehen, ist mal breiter, mal schmaler! Wunderschön!

RuhrtalRadweg_Tag2-4

RuhrtalRadweg_Tag2_-01
RuhrtalRadweg_Tag2-5

Entspannt von Meschede bis Arnsberg

Nach einer kleinen Mittagspause in Meschede ist die größte Anstrengung des Tages fast geschafft. Große Steigungen erwarten uns bis Arnsberg nicht mehr und es geht entspannt über Brücken und durch wildromantische Ruhrauen zum heutigen Etappenziel. Unsere Unterkunft für heute ist der Landsberger Hof mitten in der Altstadt von Arnsberg. Die Lage ist absolut perfekt: Unser Zimmer hat einen Ausblick über die ganze Stadt, die Fahrradgarage ist direkt auf dem Hof, ein gemütliches Restaurant direkt im Haus und in wenigen Minuten steht man mitten auf dem historischen Marktplatz.

Es lohnt ein Bummel durch die Altstadt Richtung Schloss Arnsberg. Von dort oben hat man einen Panoramablick auf die Altstadt bis hinunter zur Ruhr. Mindestens genauso toll ist der Blick vom Ruhrufer aus hinauf Richtung Altstadt. Alles in allem sind wir hier gemütlich in einer Stunde durch die Stadt gelaufen und hatten sogar noch Zeit für ein richtig leckeres Eis im Eiscafé Venezia (Steinstraße).

RuhrtalRadweg_Tag2-11

Wilde Blumen einfach so am Wegesrand – wunderschön!
Wilde Blumen einfach so am Wegesrand – wunderschön!

RuhrtalRadweg_Tag2-12
RuhrtalRadweg_Tag2-13

Aussicht von Schloss Arnsberg in das Ruhrtal
Aussicht von Schloss Arnsberg in das Ruhrtal

RuhrtalRadweg_Tag2-17

Das Hotel Landsberger Hof liegt perfekt für Radfahrer: Mitten in der Altstadt von Arnsberg, gemütliche Zimmer und ein Restaurant mit sehr guter regionaler Küche!
Das Hotel Landsberger Hof liegt perfekt für Radfahrer: Mitten in der Altstadt von Arnsberg, gemütliche Zimmer und ein Restaurant mit sehr guter regionaler Küche!

RuhrtalRadweg_Tag2-18

Himmel und Erde ... nach einem langen Fahrradtag ist so ein Essen der Himmel auf Erden!
Himmel und Erde … nach einem langen Fahrradtag ist so ein Essen der Himmel auf Erden!

Ballon fahren, nicht fliegen

Schon an unserem ersten Abend waren wir über den Livestream zur Warsteiner Montgolfiade überrascht. Nun ja, dass Warstein in der Nähe ist wussten wir zwar, aber nicht wie nach es wirklich an Olsberg bzw. Arnsberg liegt. Heute Abend bekamen wir das Spektakel live geboten. Unser Hotelzimmer hatte einen wunderbaren Blick auf Arnsberg und auf einmal tauchten sie auf: Viele, viele kleine Punkte am Horizont, manche kamen näher, andere sind wieder hinter den Bäumen versunken. Und manche der Punkte flogen irgendwann als große, bunte Ballons über die Dächer von Arnsberg hinweg. Von Matroschka-Figuren bis zum klassisch gelben Warsteiner-Ballon war hier alles vertreten.

Und wir haben wieder etwas gelernt: Die Ballons fliegen nicht über uns hinweg, sie fahren. Es sind ja auch Ballonfahrer dort drin und keine Flieger. Eine kleine aber feine Besonderheit. Unser Vorsatz fürs nächste Jahr: Einmal beim Ballonglühen auf dem Warsteiner Gelände dabei sein. Die Fotos von dort sind absolut beeindruckend, das wollen wir live sehen!

Unser Instagram-Schnappschuss wurde von NRW Tourismus zum Bild der Woche gekürt. Yeah!
Unser Instagram-Schnappschuss wurde von NRW Tourismus zum Bild der Woche gekürt. Yeah!

Tipps für den Ruhrtal Radweg

Die Strecke von Olsberg bis Arnsberg zählt zu den schönsten des ganzen Ruhrtal Radwegs. Auf der Etappe bis Meschede geht es ordentlich bergauf und bergab, danach wird es zunehmend entspannter. Die 47 Kilometer sind einfach zu bewältigen und eine moderate Strecke, da der Weg heute fast ausschließlich auf asphaltierten Wegen führt.

Zahlen & Fakten zum Tag

Start/Ziel: Olsberg/Arnsberg
Gefahrene Strecke: ca. 47 km
Unterkunft: Hotel Landsberger Hof
Restaurant: Hotel Landsberger Hof
Highlights: 

  • Ruhr bei Olsberg in der Morgensonne
  • Zwischenstop bei der renaturierten Ruhr in Bestwig Velmede
  • Bummel durch die Altstadt von Arnsberg
  • Aussicht von Schloss Arnsberg auf die Altstadt
  • Arnsberg während der jährlichen Montgolfiade

Unsere Reise auf dem RuhrtalRadweg wurde von Ruhr Tourismus unterstützt. Unsere eigene Meinung bleibt davon natürlich unberührt

Geschrieben von
Mehr von Anke

Panoramablick aufs Matterhorn – Wandern am Gornergrat und Riffelsee

Wer nach Zermatt reist stellt schnell fest: Mit dem Auto kommt man dort...
Artikel lesen

2 Kommentare

  • Tolle Bilder! Welche Kamera und welches Equipment hattet ihr denn dabei? Auf so einer mehrtägigen Tour will man sich doch nicht unnötig abschleppen müssen?

    • Wir haben eine Canon EOS 750D dabei gehabt und sonst alle Fotos mit dem iPhone 6 gemacht. Normalerweise sind wir ja immer mit zwei Kameras unterwegs, aber das hätte einfach zu viel Platz verschwendet. Die Kamera im iPhone6 ist klasse und die Bilder überleben auch die Nachbearbeitung in Lightroom, richtig toll! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.