Canyonlands Nationalpark | Islands in the Sky

Mesa Arch

Neben dem weltbekannten Arches Nationalpark ist der Canyonlands Nationalpark so etwas wie der kleine unscheinbare Bruder. Völlig zu unrecht, denn die Naturgewalten, die diesen Park geformt haben sind nicht minder beeindruckend als bei den großen Steinbögen ein paar Meilen weiter nördlich.

Aus eins mach drei

Auch der Canyonlands Nationalpark ist ein echtes Wunderwerk der Natur. Durch den Colorado River und den Green River wurde das riesige Hochplateau über tausende von Jahren in drei Bereiche geteilt. Diese Teile sind nicht miteinander verbunden und liegen wie die Übersichtskarte des Parks zeigt leider im wahrsten Sinne des Wortes meilenweit auseinander. Das zerklüftete Hochplateau Islands in the Sky bildet den nördlichsten Teil des Parks und von Moab aus in ca. 45 Minuten zu erreichen. Auch The Needles kann als Tagesausflug besucht werden (ca. 125 km von Moab) und beeindruckt mit Tausenden von dünnen, nadelähnlichen Gesteinssäulen. Der dritte Teil ist am schwersten zu erreichen und heißt nicht umsonst The Maze. Über größtenteils ausgewaschene Schotterpisten sind es vom Island in the Sky Visitor Center ca. 260 km bis zur zerklüfteten Gegend im südlichen Teil des Parks.

Shafer Canyon Overlook

Schon kurz nach dem Visitor Center erwartet uns mit dem Shafer Canyon Overlook das erste Highlight. Wir blicken auf die wild geschwungene Offroad Piste, der sich in Haarnadelkurven und Serpentinen den Berg hinunterschlängelt. Der Shafer Trail führt zur 160 km White Rim Road und zur Potash Road und ist natürlich nur für entsprechende Fahrzeuge mit Zulassung erlaubt.

Shafer Canyon Overlook
Der Streckenverlauf erinnert ein wenig an den Trollstigen in Norwegen.

Mesa Arch

Eines der Highlights im Canyonlands Nationalpark ist der weltberühmte Mesa Arch, der am Rande einer Schlucht majästetisch über dem Felsen thront. Besonders eindrucksvoll sind hier die Sonnenaufgänge. Das Licht bahnt sich langsam seinen Weg nach oben und lässt die Unterseite des Bogens in leuchtendem Orange erstrahlen. Vom Parkplatz aus sind es ca. 400 Meter über sandigen Bogen und kleinere Treppen bis zum Mesa Arch. Möchte man hier den Sonnenaufgang erleben wird man selten alleine sein. Stativ für Stativ reiht sich aneinander, um den schmalen Platz für das beste Foto zu nutzen.

Tipp: Nehmt zusätzlich zu eurem Fotoequipment unbedingt eine Taschenlampe mit. Im Dunkeln ist der Pfad vom Parkplatz zum Mesa Arch nicht gut zu finden und durch Treppen und Vorsprünge mühsam zu bewältigen.

Mesa Arch

Mesa Arch

Buck Canyon Overlook

Entlang des Scenic Drive durch den Park sind schöne Aussichtspunkte, Haltebuchten und Picknickplätze – wie überall in den Nationalparks der USA – sehr gut beschildet. Der Buck Canyon Overlook ist einer von vielen Punkten im Canyonlands Nationalpark, der einen Panoramablick auf die Gegend eröffnet. Auch wenn das Land hier alles andere als dicht bewachsen erscheint: Hier oben auf dem Hochplateau und entlang der Straße ist es erstaunlich grün.

Buck Canyon Overlook

Buck Canyon Overlook

Buck Canyon Overlook

Green River Overlook

Für uns ist dieser Aussichtspunkt der spektakulärste im Island of the Sky District. Von einer Anhöhe aus blicken wir zunächst auf kilometerlanges flaches Land, das sich rund um den namensgebenden Green River in tiefe Schluchten verzweigt. Man kann die Kräfte nur erahnen, die sich Stück für Stück in den Boden gegraben und diesen Canyon geformt haben.

Green River Overlook

Green River Overlook

Green River Overlook

Grand Viewpoint Overlook

Der südlichste Aussichtspunkt der Islands in the Sky präsentiert einen weiten Blick über ein tief zerklüftetes Plateau, an dessen Ende man sogar The Maze erkennen kann.

Grand View Point

Grand View Point

Anfahrt

Von Moab aus erreicht man den Islands in the Sky Visitorcenter schon nach 50 km. Das klingt zwar zunächst bequem, jedoch ist die Strecke auf der Straße 313 in weiten Teilen recht monoton. Für alle die früh morgens zum Sonnenaufgang zum Mesa Arch fahren wollen – trinkt vorher lieber einen Kaffee mehr, um die Augen offen halten zu können.

Abstecher: Dead Horse State Park

Wir haben bei Islands in the Sky einen halben Tag verbracht. Für die andere Tageshälfte bietet sich noch ein Abstecher in den Dead Horse State Park an. Der Dead Horse Point Overlook lohnt sich und erinnert ein wenig an den Horseshoe Bend bei Page. Da es sich hierbei um einen State Park handelt ist der Eintritt nicht über den Annual Pass abgedeckt und muss separat entrichtet werden.

Wir sind ganz gespannt: Habt ihr den Canyonlands Nationalpark schon einmal besucht und seid vielleicht im The Needles District oder gar tagelang auf Offroad-Tour Richtung The Maze unterwegs gewesen? Wir freuen uns auf eure Erfahrungen. Schickt uns gerne auch Fotos von euren Sonnenaufgängen am Mesa Arch.

Geschrieben von
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9 Kommentare

  • *gnmpf* Sonnenaufgangsbilder vom Mesa gibt es bei uns nicht – wir haben verschlafen *seufz*.

    Naja, man muss ja einen Grund haben um da noch mal hin zu wollen. Uns hat Canyonlands auch sehr gut gefallen.

    LG Thomas

    • Wir waren auch ein wenig nach dem Sonnenaufgang erst dort. Als wir den Trampelpfad zum Mesa Arch gesehen haben war das auch besser so. Wir hätten die von uns empfohlene Taschenlampe nämlich nicht dabei gehabt 😉

  • Echt super Bilder! Scheint ein sehr schönes Fleckchen Erde zu sein 🙂
    Euer Artikel macht auf jeden fall Lust auf eine Besuch des Nationalparks.

  • Hey,
    das ist ein guter Einblick in die Highlights des Parks. Ich setze es definitiv auf meine Liste. Zufälligerweise liegt es auch noch genau auf meiner Reiseroute, da ich ca. im Juni in Las Vegas sein möchte 🙂

    Gruß Markus

    • Das klingt nach einer tollen Tour, wohin verschägt es dich noch? Schau gerne bald wieder vorbei, der Artikel über Vegas folgt in Kürze 🙂

  • Hallo Ihr zwei,
    eine tolle Seite habt Ihr da erstellt, mit genialen Fotos.
    Wer den Canyonlandspark besuchen will, dem kann ich nur dazu raten ein 4×4 Fahrzeug zu mieten. Der Shafer Trail ist ein Erlebnis, es schaukelt ziemlich aber es ist weniger beängstigend als es von oben aussieht und die Strassen sind breit genug für zwei Fahrzeuge. Ein kurzes Stück dem Shafer Trail entlang und man erreicht den Musselman Arch, einer der wenigen Arches, über die man ohne Risiko spazieren kann.
    Wer den White Rim Trail nicht komplett fahren will kann über die Potash Road zurück, vorbei der bekannten “Thelma and Louise” Canyonkante.

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