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Der Klassiker | Wanderung von Rathen zur Bastei

Die Aussicht vom Ferdinandstein ist nur ein paar Schritte entfernt und ähnlich hübsch wie von der Felsenburg aus.

Die Sächsische Schweiz ist ein Paradies für Wander- und Naturliebhaber. Wir haben die Region und um Rathen und die Bastei erkundet und sind einen Klassiker gewandert: Vom Kurort Rathen durch den Wald hinauf zur berühmten Basteibrücke.

Durch den Nebel nach Rathen

Der Nebel hängt noch richtig tief als wir morgens von Dresden Richtung Rathen aufbrechen. Aufgrund einer Straßensperre gab es eine kleine Umleitung durch ein Waldstück, das komplett vom Nebel verhüllt war. Der Kurort Rathen liegt nur gut 30 Kilometer von Dresden entfernt und erstreckt sich auf beiden Seiten der Elbe. Für Tagesbesucher ist das rechts der Elbe liegende verkehrsberuhigte Niederrathen nicht mit dem PKW zugänglich. Auf der anderen Uferseite in Oberrathen befindet sich jedoch unmittelbar am Ufer ein großer Parkplatz, der zum Anleger der historischen Gierseilfähre führt. (Parkgebühren: Tageskarte: 4 Euro)

Nebel_Rathen_01

Mit der Gierseilfähre auf die andere Elbseite

Die Überfahrt dauert nur wenige Minuten, jedoch ist der Touristenandrang an dieser Stelle enorm hoch. An sonnigen Tagen muss man hier am späten Vormittag auch durchaus schon mal ein bisschen warten. Eine Einzelfahrt kostet 80 Cent (Kinder 60 Cent), Hin- und Rückfahrt kostet 1,50 Euro (Kinder 1,00 Euro). Die Gierseilfähre ist auch für Frühaufsteher schon eine Option, die erste Überfahrt startet gegen 4.30 Uhr, die letzte Fahrt ist gegen 0.45 Uhr möglich.

Durch den Wald zur Felsenburg & Basteibrücke

In Rathen reihen sich zunächst Souvenirgeschäfte und Cafés aneinander und der Besucherstrom schreckt uns schon fast ein wenig ab. Man kann den zahlreichen Wegweisern oder einfach den Massen folgen, denn die meisten Besucher strömen zu den Wanderwegen hinauf zur Bastei. Am Gasthof „Sonniges Eck“ führt der Weg nach links Richtung Amselgrund und aus dem Ort heraus in den Wald.

An der Weggabelung halten wir uns links und folgen den Stufen und dem Wegweiser „Bastei 30 Minuten“ nach oben. Über zahlreiche Stufen führt der Weg recht schnell steil hinauf in den Wald zum ersten Aussichtspunkt. Da der Nebel immer noch tief über der Elbe hängt können wir die schöne Aussicht auf Rathen von hier im Moment nur erahnen. Zwischen Felsen und einigen weiteren Aussichtspunkten geht es weiter hinauf zur Felsenburg Neurathen.

Wanderung_Bastei_01

Theoretisch hat man hier vom Tiedgestein (Rosenbettfels) einen wunderbaren Blick auf Oberrathen und die Gierseilfähre. Heute ist hier selbst am späten Vormittag alles in dichten Nebel gehüllt.

Theoretisch hat man hier vom Tiedgestein (Rosenbettfels) einen wunderbaren Blick auf Oberrathen und die Gierseilfähre. Heute ist hier selbst am späten Vormittag alles in dichten Nebel gehüllt.


Geradeaus führt der Weg direkt zur 76 Meter langen Basteibrücke, rechts zweigt der Weg durch ein Drehkreuz ab zur historischen Ruine der Felsenburg (Eintritt: 1,50 Euro). Von hier bieten sich wunderbare Panoramaausblicke auf die umliegende Landschaft und natürlich auf die Basteibrücke. Wir sind echte Glückspilze: Zunächst haben wir die Basteibrücke noch im Nebel gesehen und genau als wir dort standen verzog sich Stück für Stück der Nebel und die Sonne kam durch die Wolken hindurch.

Felsenburg_Neurathen_01

Felsenburg_Neurathen_05

Einer der schönsten Ausblicke der Wanderung auf das umliegende Elbsandsteingebirge bietet sich von der Felsenburg.

Einer der schönsten Ausblicke der Wanderung auf das umliegende Elbsandsteingebirge bietet sich von der Felsenburg.

Auf der Basteibrücke knubbeln sich die Menschenmassen – skurril wo sich die schönsten Ausblicke eigentlich von der Felsenburg oder dem Ferdinandstein aus bieten. Hinter der Brücke hält man sich rechts und folgt dem Weg zum Ferdinandstein, der über ein paar Treppenstufen erreicht werden kann. Die Ausblicke auf die umliegenden Berge, die Bastei und die Felsenburg sind von hier einfach grandios.

Von der Basteibrücke aus hat man diesen tollen Blick auf die Felsenburg Neurathen und die umliegenden Felsen.

Von der Basteibrücke aus hat man diesen tollen Blick auf die Felsenburg Neurathen und die umliegenden Felsen.

Bei Sonnenschein zeigt sich von der Basteibrücke ein ähnlich schöner Blick auf die Elbe, der heute morgen noch im Nebel verschwunden war.

Bei Sonnenschein zeigt sich von hier oben ein ähnlich schöner Blick auf die Elbe, der heute morgen noch im Nebel verschwunden war.

Hinter der Basteibrücke hält man sich rechts und blickt nach wenigen Meter auf dieses tolle Panorama.

Hinter der Basteibrücke hält man sich rechts und blickt nach wenigen Meter auf dieses tolle Panorama.

Die Aussicht vom Ferdinandstein ist nur ein paar Schritte entfernt und ähnlich hübsch wie von der Felsenburg aus.

Die Aussicht vom Ferdinandstein ist nur ein paar Schritte entfernt und ähnlich hübsch wie von der Felsenburg aus.

In 700 Stufen durch die Schwedenlöcher

Hinter der Basteibrücke finden sich Restaurants und Cafés bevor der Weg weiter in den Wald zu den Schwedenlöchern führt. Der gut ausgeschilderte Weg führt direkt zu den engen Felshöhlen, die uns über gut 700 Stufen wieder zurück zum Amselgrund führen. Die Schwedenlöcher haben ihren Namen im Dreißigjährigen Krieg erhalten, als die Einwohner von Rathen hier Schutz vor den Angriffen der Schweden gesucht haben. Die zerklüfteten Felslöcher und engen Schluchten können heute über Holzstege, Steintreppen und Waldboden erkundet werden. Rechts und links des Weges bieten sich immer wieder tolle Ausblicke in die grün bewachsenen und bemoosten Felshöhlen und Abzweigungen.

Zu Beginn des Abstiegs durch die Schwedenlöcher sieht man schon direkt das was uns auf dem Weg hinunter begleiten wird: Jede Menge Stufen!

Zu Beginn des Abstiegs durch die Schwedenlöcher sieht man schon direkt das was uns auf dem Weg hinunter begleiten wird: Jede Menge Stufen!

Schwedenlöcher_Rathen_05

Schwedenlöcher_Rathen_06

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Am Ende der Treppenstufen führt der Weg rechts zurück nach Rathen und links über wenige hundert Meter zum Amselfall. Außer einem kleinen Rinnsal an „Wasserfall“ und einer überlaufenen Gaststätte bietet sich hier jedoch nicht viel Sehenswertes. Durch den Wald und entlang des Amselsees führt der Weg wieder zurück nach Rathen. Am Ende des Amselsees kurz vor Rathen kann man Ruder- und Tretboote mieten (30 Minuten, für 3 bzw. 5 Euro). Als wir am 3. Oktober dort waren sah man vor lauter Booten jedoch fast den See nicht mehr – also ist das sicherlich eher etwas für einen etwas ruhigeren Tag.

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In Rathen haben wir hier gerade einen wirklich "ruhigen" Moment abgepasst. Nur wenige Meter weiter auf der "Haupstraße" tummeln sich in den Biergärten und Cafés schnell die Massen.

In Rathen haben wir hier gerade einen wirklich „ruhigen“ Moment abgepasst. Nur wenige Meter weiter auf der „Haupstraße“ tummeln sich in den Biergärten und Cafés schnell die Massen.

Am Nachmittag haben wir noch eine Wanderung auf den Gamrig, den Hausberg von Rathen unternommen. Mehr dazu und wieso diese Wanderung fast die schönere war, erfahrt in unserem nächsten Blogpost.

Zahlen und Fakten zur Wanderung

Der Rundwanderweg von Rathen zur Bastei und über die Schwedenlöcher zurück ist wie von uns beschrieben ca. 7 km lang und man bewältigt ca. 200 Höhenmeter. Ohne Fotostops und größere Pausen benötigt man ca. 2,5 bis 3 Stunden für die Tour, die größtenteils durch schattige Waldwege führt.

Seid ihr schon einmal hinauf zur Bastei gewandert? Welchen Weg habt ihr genommen und wie hat euch die Wanderung gefallen? Wir freuen uns über eure Wanderberichte in den Kommentaren.

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14 Kommentare

  1. Meine Güte sind das tolle Bilder!
    Jetzt habe ich richtig Lust auf die Wanderung. Schade nur, dass das Gebiet nicht grad um die Ecke ist.

    Liebe Grüße zu euch,
    Sarah Maria

    • moosearoundtheworld sagt

      Liebe Sarah Maria,
      schön, dass dir unsere Bilder gefallen, die Wanderung ist auch wirklich wunderschön, da fällt es gar nicht schwer, das auch in Bildern festzuhalten. Von uns sind es leider auch ca. 7 Stunden Fahrt dorthin. Beim nächsten Besuch wollen wir länger bleiben, damit sich die Fahrt auch wirklich lohnt. Schau gerne bald wieder vorbei, wir haben noch eine weitere Wanderung dort unternommen.
      Liebe Grüße
      Anke & Thorsten

      • Schmalz, Hartmut sagt

        Liebe Freunde
        schöne Bilder von euren Aufenthalt in der Sächsischen Schweiz. Letztmalig war ich 2013 in Rathen während eines Kurzurlaubes in Radebeul in der DJH Radebeul-Weintraube.
        Im Rahmen von Familienausflügen war ich schon mitte der 50iger Jahre in der Sächsischen Schweiz.
        War damals wohnhaft in Altkötzschenbroda und sind entweder mit der DR oder von Dresden mit dem Raddampfer nach Wehlen gefahren. Über den Steinen Tisch nach Rathen und zu Fuss an der Elbe lang nach Rathen zurück. Mit der Schule auch die Aufführungen der Felsenbühne Rathen besucht. War eine Kultureinrichtung der Landesbühnen Sachsen in Radebeul (auch lebensaufenthalt von Karl-May)
        Und da nun die Sächsische Scheiz zum „Nationalpark“ gekürt wurde sind auch viel Einschränkungen zu verzeichnen. Selbst die Kletterer dürfen nur noch ausserhalb der Kernzonen übernacht da bleiben. Solche Verbote waren uns hier früher fremd und jeder hat auch so seinen Schlaftplatz in den Boofen sauber verlassen. Und das eigentümliche ist, heute werden jählich ganze Heerscharen von Helfern durch die Waldgebiete gescheucht um den Müll einzusammeln.. Durch die ganzen Beschränkungen kommen ja auch nur noch 30 % der Besucher aus Sachsen als Tagesgäste, und wenn sie länger bleiben werden preiswertere Übernachtungen in der näheren Umgebung von Dresden gebucht. Haben ich auch so gemacht…
        LG Hartmut

  2. Clara sagt

    Ich bin vor Jahren mit meiner Familie mal auf einem Ausflug diesen Weg gewandert, aber so schön wie ihr ihn festgehalten habt …. Wahnsinn, mir steht da gerade der Mund offen.
    Die Schwedenlöcher fand ich spitze, allerdings sind wir sie herauf gelaufen :( 700 Stufen…stöhn. Die Fotos im Nebel find ich richtig klasse und schön, dass ihr dann doch noch Glück mit der Sonne hattet. Früh Aufstehen lohnt also doch nicht immer ;-)

    • moosearoundtheworld sagt

      Hallo Clara,
      schön, dass dir unsere Fotos so gut gefallen und dich an schöne alte Zeiten erinnern :-) Das Wetter war wirklich auf unserer Seite, wir hatten richtig Glück. Sonst hätte man auf dem Ferdinandstein oder der Felsenburg wirklich nur Nebelsuppe gesehen. Wir haben am Nachmittag noch eine zweite Wanderung unternommen. Auf den Gamrig, den Hausberg von Rathen. Oben haben wir eine Wandergruppe getroffen, die schon am Vormittag dort oben war und absolut nichts gesehen hat.
      Viele Grüße
      Anke & Thorsten

    • moosearoundtheworld sagt

      Liebe Katja,
      danke für den Tipp, Bad Schandau merken wir uns fürs nächste Mal.
      Viele Grüße
      Anke & Thorsten

  3. Walter sagt

    Traumhaft schöne Fotos! Als Beginn einer Tour in die Sächsische Schweiz empfehle ich die Stadt Pirna, auch Tor zur Sächsischen Schweiz genannt.
    In der Sächsischen Schweiz sind ausser der Bastei auch unbedingt der Pfaffenstein und der Lilienstein zu empfehlen, zu mindest für Wanderfreunde!

    • moosearoundtheworld sagt

      Hallo Walter,
      wir freuen uns sehr, dass unsere Fotos dir gefallen! Pirna sieht auf Bildern wirklich hübsch aus, das haben wir diesmal vor lauter Wandern leider auslassen müssen. Als wir abends in Rathen losgefahren sind war es schon fast dunkel. Deine Tipps für den Pfaffenstein und Lilienstein sind genau richtig für uns. Beim nächsten Mal planen wir eine Wanderung vom Lilienstein zur Festung Königstein.
      Viele Grüße
      Anke & Thorsten

  4. Ich glaube an Euren Bildern sieht man gut das Ihr den Zauber meiner Heimat in Euch aufgenommen habt.Es gibt so viele tolle Ziele vor allem im hinteren Teil.Da bietet sich Sebnitz als Basis gut an.Ich liebe Bergpfade rund um Hohnstein,abseits ausgetretener Pfade kann man hier für sich sein Elbi erkunden und natürlich das Schrammstein-und Affensteingebiet mit seinen Highlights wie Hentzschelstiege ,den Gratweg,die Kiphornaussicht und vieles vieles mehr…

  5. 7 km hört sich ja durchaus machbar an. Und 200 Höhenmeter sind zwar nicht wenig, aber schaffbar. Die Bilder sehen auch klasse aus. Das muss ich mir auf den Merkzettel setzen.

  6. Die Sächsische Schweiz gehört zu den tollsten Urlaubsregionen, die ich in Deutschland gesehen habe. Wir hatten vor ein paar Jahren das Glück, einen echten „Goldenen Oktober“ zu erwischen – die Wanderungen waren ein Traum! Danke für die schönen Bilder!

    • moosearoundtheworld sagt

      Liebe Sabine,
      da geht es uns genauso wie dir. Wir sind begeistert von der Sächsischen Schweiz und wollen unbedingt noch einmal hin und dann auch länger als nur einen Tag bleiben. Und eher in die versteckten Ecken fahren wo man noch mehr Natur um sich hat.
      Herzliche Grüße
      Anke & Thorsten

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