Willkommen auf Island | Bummeln in Reykjavik

Reykjavik

Endlich geht es los, der lange ersehnte Tag ist da: Unsere Flitterwochen nach Island starten. Da wir im letzten halben Jahr überwiegend mit der Planung unserer Hochzeit beschäftigt waren, haben wir uns bei dieser Reise für eine Vorplanung durch einen Reiseveranstalter entschieden. Über die genaue Planung und Tipps für eine Island Route werden wir in einem separaten Post noch einmal berichten.

Kinderschokolade, M&Ms und 40 Euro für 2 Pizzen

In Düsseldorf starten wir früh morgens bei monsunartigem Regen und landen nach einer guten Stunde Flug mit SAS im sonnigen Kopenhagen. Der Flughafen in der dänischen Hauptstadt lässt die Wartezeit ruck zuck vergehen. Am Kinder-Schokoladen-Promo-Stand stauben wir ein paar Probierproben ab, machen einen “Welche M&M-Farbe bist du”-Psychotest in der M&M Colourworld und werden schwach beim Duft von Pizza und Pasta bei Prego. Die Pizza ist wirklich gut, aber das skandinavische Preisniveau + der üppige Flughafenzuschlag tun ihr übriges.

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Nach einem kleinen Intermezzo beim fehlerhaften Check-In auf einen anderen Flug saßen wir schließlich um 14.30 Uhr entspannt und vorfreudig in der richtigen Maschine mit Kurs auf Keflavik. Ein kleiner Schwenk über die Westküste von Norwegen (Hallo Bergen!) ging es über den Nordatlantik Richtung Island. Beim Anflug auf Keflavik sehen wir erst wenige hundert Meter über dem Boden das erste Mal Land. Die Wolken hängen heute sehr tief und verleihen der Insel eine mystische Stimmung. Außer ein paar wenigen Häusern und einer Landebahn sieht man zunächst nicht viel Verheißungsvolles. Umso belebter ist dann der Eindruck am Flughafen selbst. Viele Nordamerika-Flüge haben hier ihre Zwischenstops und es gibt direkt am Gepäckband einen riesigen Duty-Free-Shop.

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Koffer stapeln auf dem Weg nach Reykjavik

Das Thema Mietwagen auf Island ist auch einen eigenen Blogpost wert. Wir haben ein Auto bei Europcar gebucht (Kategorie Golf oder ähnlich). Der für uns reservierte Honda Jazz war dann allerdings doch recht klein für unser komplettes Gepäck (mit Wanderausrüstung und dem ganzen technischen Equipment kam doch einiges zusammen). Da heißt es nun kreativ werden und stapeln. Bei Europcar wird noch ein Übergabeprotokoll erstellt und alle Auffälligkeiten direkt festgehalten. Kratzer und Schäden werden außerdem mit „damage reported“ Stickern durch die Mitarbeiter versehen. Wir bekommen zudem noch eine Rabattkarte für die weit verbreitete Tankstellenkette N1.

Auf der Fahrt von Keflavik nach Reykjavik darf man natürlich noch keine landschaftlichen Highlights erwarten. Bemoostes Lavagestein und jede Menge Kreisverkehre prägen die ersten Eindrücke. Unser Hotel für diese Nacht ist das Reykjavik Lights aus der Gruppe der KEA Hotels und liegt ein ganzes Stück östlich des Stadtzentrums von Reykjavik. Die Zimmer sind recht klein aber nordisch modern und schick eingerichtet.

Ein erster Stadtbummel durch Reykjavik

Zu Fuß benötigt man vom Reykjavik Lights zur Einkaufsstraße bzw. Fußgängerzone Laugavegur ca. 20-25 Minuten. Wir finden schnell eine tolle Buchhandlung (Anke ist dann erst mal weg) und auch in den anderen Läden, Schaufenstern und Straßen gibt es allerhand Spannendes zu entdecken. Heute sind wir erst einmal nur mit dem Smartphone unterwegs und zeigen Euch unsere schönsten Eindrücke aus unserem Instagram Account.

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Solche fast schon nostalgischen Parkuhren haben wir lange Zeit nicht mehr gesehen. Es gibt insgesamt recht wenige Parkplätze auf der Laugavegur und diese muss man natürlich auch bezahlen. Kostenfreies Parken ist in Reykjavik rund um die berühmte Kirche Hallgrimskirkja möglich. Die ist nur wenige Schritte von der Fußgängerzone entfernt und wir haben hier immer einen freien Platz gefunden.

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Einfach aber süß: Die lächelnden Hydranten 🙂

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Im Christmas-Shop in Reykjavik kann man das ganze Jahr über Weihnachtsfeeling erleben. Vor der Tür steht außerdem ein Briefkasten mit Grüßen und Wünschen für Santa Clause. Dieser Briefkasten wird am 1. Dezember jeden Jahres geleert und alle Briefe werden von einem der 13 isländischen Weihnachtsmänner beantwortet.

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Auch wenn das Wetter heute gar nicht danach aussieht gehört zu jedem Urlaub einfach ein Eis. In dieser Eisdiele spürt man jedoch die nordischen Preise: Für eine Kugel Eis in der Waffel zahlt man ca. 3 Euro.

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Langsam knurrt uns der Magen und wir sind froh, dass wir direkt etwas einladendes gefunden haben. Das Restaurant 73 ist recht klein und am Wochenende muss man hier auch mal ein paar Minuten auf seinen Tisch warten. Wir freuen uns über leckere Chickenwings mit Blue Cheese Sauce und zwei BBQ Burger.
Am Nachbartisch haben wir die Epic-Variante der Burger gesehen – das ist wirklich nur was für Leute mit richtig großem Hunger. Wenn ihr euren Magen nicht überfordern wollt, bleibt bei der Tiny-Version. Die Pommes sind hier besonders lecker (außen knusprig, innen samtig weich kartoffelig *mjaamm*) Es gibt hier auch eine große Auswahl an Bieren, die auf der Karte schon in ihren diversen Geschmacksrichtungen beschrieben werden. Probiert es aus!

Als kleinen Nachtisch haben wir uns im Supermarkt um die Ecke noch jeder einen Becher Skyr gekauft. Skyr ist ein isländischer Joghurt der einfach großartig schmeckt und von dem wir uns von da an jeden Tag mindestens einen Becher gönnten. Die Konsistenz von Skyr ist wesentlich fester als der hierzulande bekannte Joghurt, da er aus entrahmter Milch hergestellt wird. Für alle Kalorienbewussten unter euch ist er also auch eine ideale, da fettarme Leckerei.

Am Ende unserer Rundreise um die Insel haben wir noch mehrere Tage in Reykjavik verbracht. Es werden also noch weitere Eindrücke der Stadt, vom Hafen, der Hallgrimskirkja und vieles mehr folgen.

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3 Kommentare

  • Skyr – wir lieben es! Meine Frau wollte bei unserer letzten Island-Tour ein paar Becher mitnehmen, aber die freundlichen Damen bei der Sicherheitskontrolle haben sie dann nicht gelassen 🙁

    • Ja, Skyr vermissen wir hier auch schmerzlich. Man kann es ja auch selbst herstellen, aber ich glaube das schmeckt einfach nicht so wie das Original. Und dann lieber freuen und hoffen, dass man vielleicht bald mal einen Urlaub in Dänemark macht (dort wird nämlich auch verkauft) 🙂
      Am Flughafen hatten sie bei unserem Rückflug so kleine Vitrinen aufgestellt was man alles nicht im Handgepäck mitführen darf. Da stand dann auch ein Becher Skyr dabei 🙂 Ich habe schon mal gehört, dass es Leute im Koffer mitgenommen haben. Aber ehrlich gesagt: Es macht ja auch keinen Spaß den dann zu Hause sofort zu verputzen weil er sonst schlecht wird. Dann lieber erinnern und wieder drauf freuen 🙂

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