Der Addo Elephant Park

Addo Elephant Park

Die Nacht mitten in der Natur verlief ruhig und entspannt. Ab und an hörte man Laufgeräusche und Tapsen auf dem Dach. Dabei handelt es sich um Paviane, die hier ja überall sind wo sie ein bisschen Futter wittern. Das Frühstück war heute leider mau – aber für solche Fälle haben wir ja immer ein paar Kekse parat.

Eine Safari ist Glück pur

Nun geht es auf direktem Weg zum Addo National Park. Da wir in den nächsten Tagen noch mehrere geführte Safaris unternehmen werden, fahren wir heute auf eigene Faust durch den Addo Elephant Park. Von unseren Gastgebern Derek und Etta aus der Dungbeetle River Lodge haben wir noch einige Tipps bekommen und wir sollten reich belohnt werden.

Addo Elephant Park
Addo Elephant Park Zebras

Von der Lodge aus überquert man nur kurz die N2 und folgt den Schildern zum Eingang am Matyholweni Entrance Gate. An der Rezeption im Haupthaus erwirbt man ein Tagespermit (R200 pro Erwachsener, R100 pro Kind) und lässt das Fahrzeug registrieren. Die Schranke zum Park wird geöffnet und es kann los gehen. Schon nach wenigen Minuten sehen wir die ersten Pumbas (Warzenschweine) und Zebras. Und natürlich die Namensgeber des Parks: Die Elefanten. Zwischen 350 und 400 Elefanten leben im Park und wer diese Tiere liebt, muss diesen Park besuchen. In keinem anderen (auch nicht privaten) Wildreservat in Südafrika leben mehr Elefanten als hier.
Addo Elephant Park Elefanten
Addo Elephant Park Elefanten

Abseits der „Hauptstraße“ im Park führte die Strecke abwechslungsreich durch Gras-, Busch- und Hügellandschaft. Eine übersichtliche Karte, die man beim Eintritt in den Park erhält, zeigt die Länge der einzelnen Streckenabschnitte an und es lohnt sich auf jeden Fall den ein oder anderen “Umweg” zu fahren. Kleinere Routen wie der “Vukani Loop” ganz im Süden oder der “Mpunzi Loop” weiter nördlich haben uns tolle Tierbeobachtungen abseits der Hauptstraße geboten.

Addo Elephant Park
Addo Elephant Park
Addo Elephant Park Kudu
Addo Elephant Park Bueffel

Die Straßen sind hier teils bessere, teils schlechtere Schotterpisten mit reichlich Schlaglöchern. Offiziell darf man hier 40 Stundenkilometern fahren – mit unserem Auto wäre das nicht machbar. Und überhaupt: Um das alles hier genießen zu können ist Schrittgeschwindigkeit das genau richtige Tempo.

Addo Elephant Park Elefanten

Der Park ist riesig und hier könnte man ohne weiteres mehrere Tage verbringen. Wir fahren bis zum Addo Main Camp wo auch Campingunterkünfte, mehrere Shops und ein Restaurant ist. An solch touristischen Orten sind wir von den Restaurants nicht wirklich etwas gutes gewohnt, aber hier wurden wir – ähnlich wie am Kap der Guten Hoffnung – eines besseren belehrt. Wir hatten im Harpoor Restaurant ein tolles Mittagessen mit Steak, Kürbispüree, Rahmspinat und Onion Rings.

Wo sind nur die Löwen?

Am Main Camp hat man neben diversen Informationsmaterialien auch eine große Karte des Parks wo tagesaktuell die Tierbeobachtungen markiert werden. Diese Angaben sind natürlich nur mäßig verlässlich, da sich die Tiere natürlich nicht den ganzen Tag am gleichen Ort aufhalten. Trotzdem haben wir uns von der Karte beeinflussen lassen und unsere ursprüngliche Route ein wenig geändert, um Löwen sehen zu können. Unsere Rückfahrt führte uns nun über den südöstlich vom Main Camp gelegenen Gorah Loop.

Addo Elephant Park Strauss
Addo Elephant Park
Addo Elephant Park Elefanten

Leider haben wir auf der Route dann so ziemlich alles gesehen – außer Löwen. Die wären – wie wir hinterher erfahren haben – zu dieser Zeit auf genau der ursprünglich geplanten Route gewesen. Aber wie schon so oft gesagt: Wir sind hier nicht im Zoo, es gibt keine Garantie darauf bestimmte Tiere zu sehen und jede Fahrt ist für sich etwas Besonderes. Wir verlassen den Park diesmal am Southern Gate, das ziemlich mittig zwischen Addo Main Camp und dem Matyholweni Eingang ganz im Süden liegt. Von da aus fahren wir Richtung der N10 im Osten über eine sehr schlechte Buckelpiste. Gegen 20 Uhr fallen wir müde und glücklich ins Bett – Safaris sind einfach ein Geschenk!

Zahlen & Fakten zum Tag

Start/Ziel Tsitsikamma National Park/Addo Elephant Park
Gefahrene Strecke 332 km
Unterkunft Dungbeetle River Lodge
Restaurant Harpoor Restaurant
Aktivitäten Self-Drive Safari im Addo Elephant Park
Geschrieben von
Mehr von Anke

Über Thingvellir nach Borgarnes

Das erste Mal sind wir heute gegen halb 4 aufgewacht und waren...
Artikel lesen

1 Kommentar

  • Liebe Anke,
    jetzt musste ich mich doch mal direkt in diesen Beitrag zum Addo Elephant Park reinklicken. Wow, sind das tolle Bilder!!! Da kann man sich ja fast gar nicht entscheiden, welches das schönste ist, obwohl das Titelbild mit dem jungen Elefanten schon extrem cool ist! Der Park klingt echt super und wenn es uns das nächste Mal nach Südafrika verschlägt (wann immer das sein wird), werden wir hier bestimmt auch einen Tag verbringen.
    Danke für die tollen Bilder!
    LG Annika

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.