Roundup: Reiseblogger-Tipps für den Nordwesten der USA & Kanada

Roundup USA Kanada

Endlich steht wieder ein richtig abenteuerlicher Roadtrip auf dem Programm. Wir freuen wir uns auf vielen tausend Kilometer im Westen der USA & Kanadas: Auf den schönsten Straßen der Welt quer durch die Rocky Mountains, vorbei an wunderschönen Seen, auf der Suche nach Bären und Elchen. Wir freuen uns auf traumhafte Wanderungen durch die Rocky Mountains und auf Kanufahrten auf den türkisblauen Seen. Und natürlich freuen wir uns auf die Fotografie – Die USA & Kanada sind ein Geschenk für jeden Fotografen.

Zwischen den ganzen Reiseführern, Inspirationen auf Instagram und Facebook brauchten wir noch Orientierung. Also fragten wir unsere liebsten Reiseblogger-Kollegen um ihre Tipps für die Gegend. Was wir bekommen haben – WOW! Lange Mails, viele wunderschöne Fotos und das endgültige Fernweh – zusammengefasst in diesem Roundup!

Melanie & Thomas vom Reisen-Fotografie-Blog

Unsere Tipps zum Yellowstone-Nationalpark

Für den Yellowstone Tipps zu geben ist wirklich schwer, es ist dort so vielseitig und alles ist wunderschön. Landschaftlich ein Höhepunkt ist sicherlich der Grand Canyon of Yellowstone mit den tollen Wasserfällen. Die vielen Tiere in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten, die abwechslungsreiche Landschaft und natürlich die vulkanischen Aktivitäten, all das hat uns wirklich fasziniert. Der bekannteste Geysir ist mit Sicherheit der Old-Faithful, welcher etwa alle 50-90 Minuten seine Fontänen in den Himmel sprüht. Dort fährt man am besten früh am Morgen hin oder am Nachmittag, wenn die Massen der Tagestouristen den Park verlassen, dann ist es nicht mehr so ganz voll dort. Und beim Ausbruch darauf achten, dass der Wind von hinten kommt, man riecht sonst ein wenig nach Schwefel.

Am besten haben uns aber das Lower Geysir Becken und ganz besonders das West Thumb Geysir Basin gefallen. Letzteres liegt direkt am Lake Yellowstone und bietet wahnsinnig tolle Perspektiven mit dem See im Hintergrund. Tiere lassen sich am besten im Hayden Valley oder im Lamar Valley beobachten. Auf den weiten Ebenen dort ist eigentlich immer Betrieb. Und Bären findet ihr auch einfach. Dort wo plötzlich 30 Autos parken, teilweise mitten auf der Straße, ist auch immer was zu sehen.
Kulinarischer Tipp für West-Yellowstone: Slippery Otter Pub – der Bison-Burger da ist sehr zu empfehlen.

Yellowstone

Yellowstone

Unser schönstes Foto auf der Reise ist eine Tieraufnahme. Dabei ist es kein Bär, kein Bison oder Wolf, nein – ein kleines Streifenhörnchen, welches am frühen Morgen genüsslich an einer Blume schnüffelt. Das war so süß! Dass die Blume dann Sekunden später gefressen war, muss man ja nicht erwähnen.
Unser schönstes Foto auf der Reise ist eine Tieraufnahme. Dabei ist es kein Bär, kein Bison oder Wolf, nein – ein kleines Streifenhörnchen, welches am frühen Morgen genüsslich an einer Blume schnüffelt. Das war so süß! Dass die Blume dann Sekunden später gefressen war, muss man ja nicht erwähnen.

Unsere Tipps zum Glacier-Nationalpark

Vulkane gibt es im Glacier Nationalpark nicht, dafür aber ebenso viele Tiere und hohe Berge. Dass man die Going-to-the-Sun-Road fahren muss, müssen wir bestimmt nicht weiter erwähnen. Fahrt diese aber unbedingt mit dem eigenen Wagen. Die Shuttle Busse sind sehr überlaufen und halten nicht an jedem Aussichtspunkt und das wäre dann sehr ärgerlich. Wir haben auch noch eine Bootsfahrt auf dem Lake McDonald gemacht. Das lohnt sich auf jeden Fall. Am Ufer konnten wir dabei einige Tiere sehen und die Aussicht vom See auf die Berge ist grandios.

Sehr schön ist übrigens auch die Strecke vom Yellowstone zum Glacier National Park quer durch Montana. Unterwegs gibt es einige sehenswerte Orte und Landschaften. Und habt mal ein Auge, ob am Straßenrand Kirschen verkauft werden. Diese rot-gelben Montana-Kirschen sind ein Gedicht.

Glacier Nationalpark

Glacier Nationalpark

Über Reisen-Fotografie: Auf unserem Blog Reisen-Fotografie schreiben wir über unsere Reisen, geben Tipps zu verschiedenen Zielen und im Bereich Fotografie möchten wir unseren Lesern gerne zu besseren Urlaubsbildern verhelfen. Übrigens: Melanie & Thomas sind aktuell im Westen Kanadas unterwegs. Auf ihrem Blog, auf Facebook und Instagram teilen sie ihre schönsten Eindrücke live von der Reise.

Tanja von Takly on tour

Einmal quer durch den Nordwesten der USA & Kanada: Angefangen von Seattle, dort solltet ihr auf keinen Fall die Fahrt auf den Space Needle verpassen. Den schönsten Sonnenuntergang gibt es im Kerry Park. Dieser Aussichtspunkt ist allerdings sehr beliebt und ihr könnt euch auf einen Andrang gefasst machen.
Auf in den Norden, nach Vancouver. In dieser lebenswerten Stadt solltet ihr unbedingt einen Ausflug durch den größten Stadtpark machen. Der Ausblick vom Stanley Park auf die Stadt bietet eine Postkartenperspektive. Hier gibt es ausserdem zahlreiche Parkplätze, die ein guter Ausgangspunkt für eine Stadterkundung sind. Spaziert unbedingt über die Promenade am Coal Harbour bis zum Canada Place, das ist meine absolute Lieblingsstelle in Vancouver.

Vancouver
Vancouver

Auf der Fahrt Richtung Osten, in die Richtung Rocky Mountains,  würde ich an eurer Stelle geradewegs und ohne Umweg bis nach Revelstoke fahren. Denn ab hier beginnen die landschaftlichen Highlights. Angefangen vom Mount Revelstoke National Park, wo ihr unbedingt den Meadows oft he Sky Parkway fahren solltet, um oben eine Kurzwanderung zu machen. Weiter über den Rogers Pass bis in den Yoho National Park mit seinen beiden beeindruckenden Highlights Takkakaw Falls und dem Emerald Lake.

In Lake Louise erwarten euch die beiden weltbekannten Seen Lake Louise und Moraine Lake. Hier solltet ihr so früh oder so spät wie möglich ankommen und die Wochenenden meiden, ansonsten könnte es sein, dass ihr kein Fuß an den Boden bekommt. Falls ihr einen Puffertag habt, solltet ihr den unbedingt nutzen, um über den Icefields Parkway bis nach Jasper und zurück zu fahren. Auch wenn sich das nach einem „riesigen“ Umweg anhört. Ich garantiere euch, es wird sich lohnen. Gerade bei gutem Wetter ist die Traumstraße von Kanada ein absolutes Muss.

Ein Abstecher hinunter bis in das kleine, malerische Örtchen Banff. Auf dem Weg empfehle ich euch den landschaftlich schöneren Bow Valley Parkway. Lasst den Trans Canada Highway rechts liegen. Auch hier gibt es viel zu sehen und zu bestaunen. Nehmt unbedingt den Lake Minnewanka Scenic Drive mit, er bietet landschaftliche Vielfalt.

Icefield Parkway
Icefield Parkway in Kanada

Über Radium Hot Springs empfehle ich euch die Fahrt bis zum  Waterton Lake National Park. Wenn ihr sowieso dran vorbei kommt, lohnt auch eine Fahrt durch den kleinen Park, der direkt vor der amerikanischen Grenze liegt. Außer ihr wollt viel wandern, lohnt sich hier allerdings nur ein Aufenthalt von ein paar Stunden. Aber der Blick auf das malerische Prince of Wales Hotel auf dem Hügel ist schon lohnenswert. Denkt auf der Fahrt über die Grenze daran, dass ihr keine Lebensmittel mit in die USA einführt. Schaut euch vorher an, was verbotene Waren sind – die Liste ist lang. Uns ist beinahe mal der Grenzgang verboten worden, weil ich das Brötchen aus dem Flugzeug eingepackt und ganz vergessen hatte.

Auch der folgende Glacier National Park ist ein absolutes Traumziel. Hier solltet ihr unbedingt über die Going-to-the-sun-Road entlang fahren. Die Aussichten sind atemberaubend. Anschließend geht es in den Yellowstone National Park. Er ist für mich einer der faszinierendsten Orte der Welt. Es ist mit nichts vergleichbar und die Landschaft und die Geysire sind wirklich sehenswert. Bisons und Rehe gibt es an jeder Ecke und in der Dämmerung solltet ihr unbedingt versuchen eine Pirschfahrt zu machen. Plant für den riesigen Park mindestens zwei Übernachtungen ein. Einer der beeindruckendsten Aussichtspunkte war für uns der Artist Point.

Grand Teton
Grand Teton Nationalpark

Über den Grand Teton gibt es viele verschiedene Meinungen. Uns hat es hier sehr gut gefallen und daher empfehle ich euch hier (bei gutem Wetter) eine Übernachtung einzuplanen. Der Sonnenuntergang und auch der Sonnenaufgang sind an den Aussichtspunkten wirklich atemberaubend schön und wenn ihr Glück habt, trefft ihr sogar auf Tiere. Die Fahrt durch Wyoming und Idaho ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Die Strecke zieht sich aber sehr, da keine besonderen Highlights auf der Strecke liegen. Auf der Fahrt durch Idaho solltet ihr unbedingt einen Stopp am Visitor Center von Twin Falls einlegen. Der Blick auf die Perrine Memorial Bridge und die Schlucht mit dem Snake River ist wirklich einzigartig. Falls ihr dann noch Zeit für Oregon haben solltet, fahrt bis zur Küste. Die Oregon Coast ist sehenswert, abwechslungsreich und touristisch nicht so überlaufen.

Über Takly on Tour: Mein Name ist Tanja und auf meinem Blog Takly on Tour stehen die Themen Reise, Camping und Fotografie im Fokus. Hier kann ich meine Liebe zum Reisen und zum Schreiben verwirklichen. Mir macht es großen Spaß ausführlich zu berichten und meine Erfahrungen weiterzugeben.

Heike von Hallo Welt

Der Mount Rainer ist der „Hausberg“ von Seattle. Bei klarem Wetter kann man ihn von der Stadt aus sehen. Der 4.392 m hohe Berge liegt im Mount Rainer National Park, einem wunderbaren Ski- und Wandergebiet. Selbst im Sommer kann man hier auf den Gletschern Ski fahren. Wir waren um August 2012 dort. Zu einer Zeit, wo in den niedrigeren Lagen bereits der Spätsommer Einzug hält, standen am Mount Rainer die Frühlingsblumen in voller Blüte. Die Wiesen mit den hellblau blühenden Lupinen sind legendär. Ich bin jetzt nicht die hochalpine Wanderin, ich bin lieber über die gut markierten Wander- und Spazierwege gelaufen und habe dabei die Natur und die großartige Aussicht genossen. Im Mount Rainer National Park kann es durchaus passieren, das plötzlich ein Reh am Wegesrand steht und dich neugierig beobachtet.

Mount Rainier

Mount Rainier

Es gibt mehrere kleine Ortschaften im National Park. Wir haben in Paradise im super rustikalen Paradise Inn übernachtet. Die Atmosphäre dort war unglaublich schön. In der riesigen Lobby hat abends ein Klavierspieler gespielt während überall die Wanderer zu lesen oder zu erzählen saßen. Vom Paradise Inn aus starten auch viele Wanderwege. Der Ort ist von Seattle aus mit dem Auto in knapp 3 Stunden zu erreichen.

Paradise Inn

Ein letzter Tipp: lasst euch auf keinen Fall den Reflection Lake entgehen. Die Aussicht auf den Mount Rainer ist von hier postkartenreif. Weitere Tipps zu USA & Kanada hat Heike auf ihrem Blog hier und hier veröffentlicht.

Über Hallo Welt: Heike hat zwei Lieblingsreiseziele: Nordamerika und Großbritannien. Auf Ihren Roadtrips durch Nordamerika berichtet Sie über Städte, Natur, Menschen, Essen und mehr. Und wenn Ihr englische Parks, Herrenhäuser und Gärten genau so mögt wie sie, dann solltet Ihr euch unbedingt einmal auf ihrem Reiseblog vorbei schauen.

Anita von Travelita

Es ist ja nicht so, dass ich der absolute Profi zum amerikanischen Nordwesten bin. Eigentlich kenne ich vom amerikanischen Nordwesten nur Alberta und dies auch nur in der kalten Jahreszeit – dafür war ich bereits zweimal da –ein Zeichen dafür, dass es mir dort gefallen hat. Eines meiner schönsten Erlebnisse war die Fahrt über den Icefields Parkway von Lake Louise nach Jasper. An den Blick auf den mächtigen Athabasca-Gletscher als einer der sechs Hauptzungen des Columbia-Eisfelds mag ich mich erinnern, als sei es gestern gewesen.

Kanada

Einen weiteren Pflichtstopp auf dieser Strecke ist der Aussichtspunkt beim Peyto Lake. In welche Richtung die Fahrt über den Icefields Parkway schöner ist, lässt sich nicht sagen. Die gängige Meinung dazu ist, dass man die Fahrt im Idealfall in beide Richtungen einmal macht. Wer von Lake Louise weiter nach Banff fährt, sollte im Sommer unbedingt zum Moraine Lake hoch. Am besten am frühen Morgen. Instagram sei Dank (oder eben nicht), hat sich dieser Ort in den letzten Jahren zu einem begehrten Fotospot entwickelt.

Vermillion Lake
Vermillion Lake

Ein weiterer meiner Lieblingsplätze liegt am Ufer des Vermilion Lakes bei Banff. Das Panorama präsentiert sich hier jeden Tag anders. Die Farben, die Stimmung und die Spiegelungen variieren je nach Wetterlage und Jahreszeit. Auf der Fahrt dorthin kann man am Strassenrand mit etwas Glück Bären oder Elche erspähen. Banff selbst ist auch einen Abstecher wert. Sei es, um ausgiebig Outdoorkleider zu shoppen, die bei uns das Doppelte kosten oder um in der Bear Street Tavern Pizza mit Bisonfleisch zu kosten. Überbewertet sind dagegen die Upper Hot Springs. Mir war es dort zu muffig und überfüllt.

Travelita

Über Travelita: Seit 2012 berichtet Anita auf travelita.ch über ihre Wochenendausflüge, Städtetrips und Fernreisen. Mit ihren Reisegeschichten motiviert sie selbst Stubenhocker, das Sofa gegen Trekkingschuhe auszutauschen. Immer mit dabei ist die Kamera, um die schönsten Momente für ihre Blogleser festzuhalten.

Oliver & Chizuru von Woanderssein

Der Yellowstone Park gehört definitiv zu den Highlights aller Nationalparks, die wir in den USA und Kanada bisher besuchen durften. Wir verbrachten gleich mehrere Tage dort und die Landschaft wurde von Tag zu Tag immer beeindruckender & war einfach nie langweilig. Von der unglaublich beeindruckenden Tierwelt mal ganz zu schweigen! Wo sonst auf der Welt kannst Du mit einer Herde Bisons im Stau stehen? Aber Achtung, mancher Wagen bekam einen kleinen extra Schubs, wenn er einem Bison irgendwie im Weg stand oder etwas zu nah kam!

Bisonstau

Die Frage, wo es sich gar nicht lohnt, ist dagegen nicht so einfach zu beantworten. Am ehesten würden wir da das Städtchen Leavenworth, nur wenige Kilometer vor Seattle nennen. Dort herrschte wohl irgendwann Flaute im Tourismus und so überlegten sich die Stadtplaner aus Leavenworth einfach ein typisch, deutsches – pardon – bayrisches Dörfchen daraus zu machen. Wobei dies dann schon wieder so abgedreht war, dass sich ein Stop dann doch irgendwie lohnt!

Welche Aktivitäten vor Ort lohnen sich? (Ausflüge, Besuche, Wanderungen, Touren etc.)

Wandern! In der Gegend hat man echt die Qual der Wahl und eigentlich könnten bzw. müssten Wochen in jedem einzelnen Nationalpark verbracht werden, um dieses üppige Angebot an verschiedensten Wanderwegen in Ruhe geniessen zu können. Ein wenig einlesen bzgl. Bärenvorkommen und wie man sich als verantwortungsbewusster Wanderer zu verhalten hat, schadet dabei nicht!

Yellowstone Nationalpark

Wo habt ihr richtig gut gegessen?

Ehrlich gesagt, locken uns kulinarisch weder die USA noch Kanada wirklich aus der Reserve. Am besten hat es geschmeckt, wenn wir einfach selbst auf dem Motel-Parkplatz unseren Gaskocher im Kofferraum aufbauten und ein ordentliches Steak in die Pfanne warfen.

Wo habt ihr die schönste Aussicht genossen?

In Kanada hatten wir zwar leider etwas Pech und Waldbrände versperrten uns regelmässig einen Blick in die Ferne, doch bei der Wanderung auf dem Cavell Meadows Trail bei Jasper in den Rocky Mountains verschlug es uns echt die Sprache (nicht nur vor Anstrengung). Knarzende Gletscher, schneebedeckte Berge, tiefe Wälder, Murmeltiere in der Sonne usw….

Schwarzbär
Unser schönstes Reisefoto: Ein Schwarzbär den wir an den Gleisen in der Nähe von Banff entdeckten. Irgendwann bemerkte er uns, schaute in unsere Richtung und genau in dem Moment schaffte ich es doch noch, auch mal den Bär anstelle der Baumzweige scharf zu erwischen. Jetzt fehlte nur noch der entsprechende Zoom…

Habt ihr sonst noch Tipps, die ihr unbedingt zu unserer Route loswerden möchtet?

Nehmt ein ordentliches Fernglas, Fernrohr oder auch Objektiv mit! In Kanada hatten wir leider keines dabei und vermisste es schmerzlich, in Alaska dagegen schon und wir hatten damit auch so richtig Spass. Im Yellowstone Park schnorrten wir uns gelegentlich bei den Stammgästen des Parks durch, welche oft mit bestem Equipment in kleinen Grüppchen am Strassenrand standen und ganz genau wussten, wo der Blick hingehen soll. Hätte ich ein eigenes Fernrohr dabei gehabt, wären wir wohl heute noch im Yellowstone Park!

Über Woanderssein: Auf Woanderssein.com erzählen wir von unserer mehrjährigen Weltreise, welche wir 2012 gemeinsam starteten und jetzt im April 2016 vorerst beendeten. Noch mehr Kanada- und USA-Erlebnisse von Oliver und Chizuru könnt ihr hier und hier nachlesen.

Corinne & Laurens von Mighty Traveliers

Unsere Tipps für den Grand Teton Nationalpark

Der Grand Teton entpuppte sich bei näherem Hinsehen als viel kleiner und unspektakulärer als erwartet – das Wasser war nicht so glitzernd, die Wanderwege nicht so zahlreich und die Aussichtspunkte nicht so atemberaubend –, doch unsere erste Bärensichtung und ein paar doch ganz nette Fotomotive machten einiges wett. Hinzu kam das kleine Touristädtchen Jackson Hole, das trotz Kitschalarm – darunter eine tägliche Gunslinger-Show auf dem Dorfplatz und ein Saloon mit Namen Silver Dollar Cowboy Bar, in der die Besucher ihr Bier stilecht im Sattel sitzend herunterkippen dürfen – noch einen Hauch Wild West Feeling zu versprühen wusste und natürlich die Tatsache, dass direkt vor den nördlichen Türen des Teton einer der wohl abwechslungsreichsten Nationalparks Amerikas auf uns wartete.

Roadtrip Grand Teton
Unser Lieblingsbild: Erinnerungen an den Roadtrip durch den Grand Teton Nationalpark

Grand Teton

Yellowstone Nationalpark

Unsere Tipps für den Yellowstone Nationalpark

Ja, der Yellowstone ist und bleibt ein absolutes Muss für jeden USA-Fan und Naturliebhaber. Ob ultra-pünktliche Geysire, bizarre Schwefelformationen, farbenfrohe Thermalquellen, tiefe Canyons, spektakuläre Wasserfälle, schneebedeckte Bergketten, riesige Wildtierherden, kilometerlange Wanderwege oder atemberaubende Aussichtspunkte – der älteste Nationalpark der Welt vereint quasi ganz Island auf unter 9.000 Quadratkilometern. Und für so einen Artenreichtum braucht man natürlich Zeit. Genau diese aber fehlte uns schmerzlich und so mussten wir uns wohl oder übel auf die Highlights beschränken.

Und doch waren es nicht die Geysire und Hotpools, sondern der weit weniger bekannte Grand Canyon of the Yellowstone der unsere Herzen am höchsten schlagen ließ. Mit tosender Kraft stürzen sich hier an gleich zwei Stellen die Wassermassen in die Tiefe, während verkrüppelte Kieferbäume an den farbenfrohen Steinwänden nach Halt suchen. Egal ob von der Abbruchkante der Wasserfälle oder von den Aussichtspunkten mit den passenden Namen Artist Point und Inspiration Point – der hauseigene Grand Canyon des Yellowstone National Park ist einfach aus jedem Blickwinkel eine Augenweide.

Yellowstone

Yellowstone Nationalpark

Yellowstone 2

Anders Old Faithful und Grand Prismatic Spring. Während diese beiden sich weltweiter Berühmtheit erfreuen und vor allem letzterer in regelmäßigen Abständen auf Instagram und Pinterest von sich reden macht, können sie in der Realität nur enttäuschen. Wartet man beim wohl pünktlichsten Geysir der Welt auf seinen fast auf die Minute voraussagbaren Ausbruch, so kann man davon ausgehen: Man ist nicht allein! Und sucht man an der auf der Nationalpark-Karte mit Grand Prismatic Spring versehenen Stelle nach dem beliebten Fotomotiv, muss man feststellen, dass dieser wohl nur brav posiert, wenn man ihn mit dem Hubschrauber ansteuert. Von unten nämlich sieht der verdutzte Besucher vor lauter Dampf den Dampfenden nicht mehr.

Yellowstone

Über Mighty Traveliers
Seit mehr als 8 Jahren machen die Traveliers gemeinsam die Straßen der Welt unsicher und lassen seit knapp 3 Jahren den Rest der Menschheit auf ihrem Roadtrip-Blog daran teilhaben. Als Naturliebhaber sind sie ständig auf der Suche nach unerforschten Wanderpfaden. Als Feinschmecker lieben sie nichts mehr als lokale Spezialitäten zu probieren. Als ehemalige Literaturstudenten hegen sie eine besondere Leidenschaft für Bücherläden und antike Kulturen. Und als Paar darf die Romantik natürlich niemals zu kurz kommen.

Vielen Dank an unsere lieben Reiseblogger-Kollegen für so viele Tipps, Vorschläge und wunderbare Fotos. Habt ihr noch mehr Ideen für unsere Tour? Dann postet Links und Kommentare unter diesen Artikel – wir freuen uns drauf!

Geschrieben von
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5 Kommentare

  • Was für wunderbare Tipps, da könnt ihr ja wirklich aus dem Vollen schöpfen. Lieben Dank, dass ich dabei sein darf. Ich wünsche euch ganz viel Spaß auf der Reise und viele wunderbare Eindrücke. Ihr werdet es lieben und kaum genug bekommen, da bin ich mir sicher.

    Liebe Grüße,
    Tanja

    • Liebe Tanja,
      danke dir für deinen detaillierten Reisebericht und die Fotos, die uns die Route gedanklich schon haben mitfahren lassen. Wir wissen jetzt schon, dass es eigentlich immer noch zu wenig Zeit ist um all diese tollen Orte zu erkunden. Wir sind gespannt und freuen uns wenn du bei unserer Reise virtuell am Ball bleibst 🙂
      Liebe Grüße
      Anke & Thorsten

  • Wunderbar viele Tipps habt ihr bekommen – jetzt kann es ja los gehen. Wir sind gespannt, was ihr auf der Route erlebt, welche Ecken ihr noch entdeckt und ganz besonders auf viele tolle Bilder von Euch.

    LG Melli und Thomas

  • Hallo,
    Wir haben jetzt im Mai die selbe Runde gemacht mit dem Wohmobil. War wirklich sehr super am besten war der Yellowstone NP mit den vielen Bisons im Lamar Vally, sollte man auf jeden Fall anschauen.
    Takly on Tour hat mir viele sehr gute Tips gegeben.
    Lg Elisabeth

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