Dein Reiseguide für Islands Ringstraße im Winter

Island Winter Ringstraße

Enthält Werbung | Seit unserer Hochzeitsreise nach Island haben wir unser Herz an die Insel im Nordatlantik verloren. So sehr, dass wir nicht nur im Sommer, sondern gleich auch im folgenden Winter dort waren. Island wird im Winter immer beliebter: Das merken wir auch an den vielen Mails mit Fragen, die uns zu einem Winter-Roadtrip auf Island erreichen. In unserem Reiseguide findest Du jede Menge nützliche Tipps für Deinen ersten Island-Roadtrip im Winter.

Individuell reisen oder in der Gruppe?

Buche jetzt dein Winter-Abenteuer auf Island!

#1: Selbst fahren oder eine organisierte Tour wählen?

Eine der häufigsten Fragen, die uns bei einer Roadtrip-Planung erreicht: Soll ich selbst fahren oder lieber eine organisierte Tour buchen? Beides ist kein Problem! Du musst Dich auch bei einer Selbstfahrer-Tour nicht mit Planung herumärgern. Guide to Iceland bietet Dir fertig organisierte Winter-Mietwagen-Rundreisen an. Du bist maximal individuell hast aber für den Notfall einen Ansprechpartner an Deiner Seite, der z. B. Umbuchungen für Dich erledigt. Auch eine Kombination aus selbst organisierter Reise und Ausflugspaketen in der Gruppe ist eine schöne Option! Und natürlich gibt es auch komplett geführte Island-Touren, die von A bis Z für Dich durchgeplant sind. Hinfliegen, einsteigen, staunen!

Vorteile Individualreise

✅  Zeitlich flexibel und unabhängig!

✅  Viele Zusatztouren buchbar, um das Maximum aus Deiner Island-Reise herauszuholen!

✅  Guide to Iceland ist als Ansprechpartner für Dich da und kann flexibel und schnell handeln!

Vorteile Gruppenreise

✅  Genieße Landschaft und Ausflüge und lass andere fahren (viele Touren sind im Minibus organisiert!)

✅  Buche zusätzliche Ausflüge, um Deine Tour individueller zu gestalten!

✅  Viele Infos und Wissenswertes von Deinem Reiseguide!

#2: Wie sind die Straßenverhältnisse auf Island im Winter?

Im Winter ist das isländische Wetter noch unberechenbarer als im Sommer. Das braucht Dir keine Angst machen, aber du solltest Dich darauf einstellen. Grundsätzlich leisten die Räumdienste auf Island eine super Arbeit und das Prinzip ist ähnlich wie in Deutschland. Erst werden die Hauptstraßen, also z. B die Ringstraße, dann die zweiziffrigen Nebenstraßen und zuletzt die noch kleineren dreistelligen Straßen geräumt.

Wichtig: F-Straßen oder Hochland-Straßen sind im Winter grundsätzlich nicht befahrbar und werden auch nicht geräumt! Egal ob Dezember oder Februar: Das Wetter kann seine Laune ständig wechseln. Wenn Du auf einer Selbstfahrer-Tour unterwegs bist achte unbedingt auf diese Punkte:

❗ Wie ist das Wetter hier, auf der Strecke und an meinem Zielort? Checke dafür unbedingt regelmäßig, auch während Deiner Tour, die aktuellen Straßenverhältnisse. Auf road.is findest du eine detaillierte Übersicht der aktuellen Straßenzustände, z. B. vereist, rutschig oder gut befahrbar. Live-Webcam Bilder helfen dir zusätzlich bei Deiner Einschätzung. Auch ein Plausch mit Einheimischen kann Dir sehr gut helfen. Wenn Dir ein Isländer sagt „Ich würde da nicht rausfahren“, dann höre auf ihn.

Dieses Bild ist um ca. 12 Uhr mittags entstanden …
… und dieses keine 10 Minuten später. Islands Winter macht was er will 😉

#3: Was für ein Auto brauche ich?

Für den Winter empfehlen wir Dir auf jeden Fall einen 4×4 Wagen. Das gibt dir in vielen Situationen deutlich mehr Grip auf den Straßen. Auch wenn F-Straßen im Winter alle gesperrt sind bringt dich ein Allrad-Antrieb auch auf der Ringstraße deutlich sicherer von A nach B. Günstige 4×4-Mietwagen gibt es für Island schon ab unter 40 Euro pro Tag. Wir haben auf unserem Winter-Roadtrip einen kleinen Suzuki Swift gefahren. Da hat alles reingepasst und wir hatten Sitzheizung (ein Geschenk für kalte Nächte!!).

Die Isländer sind Autofahren bei Schnee und Eis natürlich gewöhnt. Wundere Dich also nicht, dass Du gerne auch mal fesch überholt wirst, wenn Du nur mit 30 km/h über die Straße kriechst. Du wirst ein Gehör und Gespür dafür entwickeln, ob Du gerade auf Schnee (klingt eher dumpf) oder Eis (knackt und rauscht mehr) unterwegs bist.

Auto 4x4 Island Winter

#4: Lohnt sich der Golden Circle im Winter?

Aber hallo, sowas von! Wir fanden die drei Highlights, den Geysir „Strokkur“, Thingvellir und den Wasserfall „Gullfoss“ im Winter bald beeindruckender als im Sommer. Für die rund 100 Kilometer von Reykjavik bis zum Strokkur, dem ersten Stop auf dem Golden Circle, darfst du ca. 2 Stunden Fahrt im Winter einplanen. Für die komplette Golden-Circle Tour mit Rückfahrt nach Reykjavik kannst Du gut einen Dreiviertel Tag rechnen.

Licht und Farben sind im isländischen Winter noch besonderer als im Sommer. Wir lieben den dampfenden Strokkur!

Thingvellir im Winter … wunderschön, wie sich halb vereiste Wasserfälle in die Landschaft fügen.
Thingvellir Winter
12 Uhr Mittags in Thingvellir: Höher steigt die Sonne heute nicht mehr!

Gullfoss Island Winter

#5: Wann und wo sehe ich Polarlichter auf Island?

Zwischen Oktober und Anfang April hast Du grundsätzlich Chancen auf Polarlichter. Allerdings braucht es drei Voraussetzungen für ein gutes Nordlicht-Erlebnis:

  • Die Nacht muss sternenklar sein, denn ein grünlicher Schimmer hinter Wolken ist nicht wirklich das, was Du möchtest.
  • Es muss ausreichend Sonnenaktivität, gemessen auf der sogenannten kP-Skala, vorhanden sein. Für Islands Süden ist ein kP-Index von 3, für Islands Norden teilweise sogar von 2 ausreichend, um schöne Nordlichter sehen zu können.
  • Um Dich herum muss es stockfinster sein. Umgebungslicht lässt Dich die Nordlichter schwerer erkennen, also raus aus den Städten! Tolle Kulissen für Nordlichter sind z. B. die Gletscherlagune Jökulsarlon oder ein paar Berge im Vordergrund des Bildes.

❗ Die App Aurora Forecast hilft Dir bei der Planung zeigt die aktuelle Sonnenaktivität an. Die App gibt es für Android und iPhone. Speziell für Island gibt es hier einen sehr guten Aurora-Forecast, der Sonnenaktivität und Wetter kombiniert.

Einen Reiseguide rund um die Nordlicht-Fotografie inkl. Tipps zu Ausrüstung und Kamera-Equipment haben wir hier für Dich zusammengestellt.

Für Nordlicht-Beobachtungen gibt es natürlich auch fertig buchbare Touren in Kleingruppen. Dein Vorteil: Der Reiseguide kennt gute Spots für Nordlicht-Beobachtungen, du brauchst nachts nicht selbst zu fahren und es gibt kleine Snacks und Verpflegung (etwas wofür Du in der eisigen isländischen Nacht seeeehr dankbar sein wirst).

Nordlichter Lofoten Austnesfjorden
Tanzende Nordlichter am Himmel: Ein magisches Naturwunder!

#6: Winter-Highlights entlang Islands Ringstraße

Wir haben auf unserem 5-tägigen Winter Roadtrip auf der Ringstraße die Gegend zwischen Reykjavik und der Gletscherlagune Jökularlon erkundet. Für Kurztrips nach Island wäre das auch unsere Empfehlung. Wenn Du ein wenig mehr Zeit hast, lohnt auch eine Fahrt in den Norden rund um Myvatn oder sogar eine komplette Umrundung der Ringstraße (ca. 1.330 km).

Seljalandsfoss Winter
Der Wasserfall Seljalandsfoss ist im Sommer wie im Winter ein Highlight! Achte unbedingt auf Absperrungen und halte Dich daran. Das gefrierende Wasser kann sonst zur gefährlichen Rutschpartie werden.
Skogafoss Island Winter
Weiter Richtung Vík erreichst Du den Skogafoss: Über 25 Meter Breite stürzt hier das Wasser 60 Meter in die Tiefe.
Jökulsarlon Winter Island
Islands Gletscherlagune ist natürlich auch im Winter ein echtes Highlight.
Northern Lights Ice Cave
Der Traum im isländischen Winter: Besuch einer Eishöhle unter einem Gletscher!

#7: Was geht in Reykjavik im Winter?

Start und Ziel Deiner Reise wird sicherlich Reykjavik sein. Wir haben die isländische Hauptstadt fest ins Herz geschlossen und würden hier zu jeder Jahreszeit gerne hin. Die Stadt wirkt überhaupt nicht großstädtisch, sondern ist einfach urgemütlich. Und genau das kannst Du im Winter hervorragend erleben. Egal ob am Ankunfts- oder Abreisetag, wie wäre es zum Beispiel mit ein wenig gemütlichem Café-Hopping oder gemütlichem Bummeln?

Café Loki Reykjavik
Im Café Loki (gegenüber der berühmten Hallgrimskirkja) kannst du in gemütlicher Atmosphäre typisch isländische Gerichte probieren!
Reykjavik Bar 73
Die leckersten Burger der Stadt bekommst du in der Bar 73, mitten auf der Einkaufsstraße Laugarvegur.
Reykjavik Harpa
Bei schlechtem Wetter lohnt eine Besichtigung des berühmten Opernhauses Harpa. Ein architektonisches Meisterwerk mit tollem Blick auf den Hafen.
Streetart Reykjavik
Reykjaviks Straßen sind voller toller Streetart. Zieh dir Schal und Mütze an und bummel ein wenig durch die Stadt und halte die Augen offen. Es lohnt sich!

Hast Du Island schon einmal im Winter besucht? Dann freuen wir uns auf Deine Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren. Erzähl uns was Du erlebt hast, wir freuen uns auf ganz viel nordische Wintergeschichten!

Offenlegung: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Guide to Iceland entstanden. Unsere eigene Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

Geschrieben von
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4 Kommentare

    • Hallo Jenny,
      das Bild ist in der Northern Lights Ice Cave entstanden. Ca. 50 Meter in der Höhle in Richtung Eingang ist das Bild aufgenommen. Die Northern Lights Ice Cave ist eine sehr einfach zu besichtigende Höhle, da du weder auf dem Weg dorthin noch dort drin klettern musst. Touren sind z. B. über Guide to Iceland buchbar. https://guidetoiceland.is/
      Viel Spaß auf Island! 🙂

  • Hallo Anke,

    Danke für den tollen Bericht. Wir haben die Insel letzten Juli umrundet und wollen nächstes Jahr eine Wintertour machen. Da wir 7 Tage Zeit haben wollte ich zusätzlich zu der von Euch gemachten Tour noch einen Abstecher nach Snaefellsnes machen. Das sollte doch drin sein?

    Gruß

    Michael

    • Hallo Michael,
      super Idee und in 7 Tagen – vorbehaltlich dem unberechenbaren Wetter – auf jeden Fall machbar. Borgarnes ist ein super Ausgangspunkt für Snaefellsnes. Allerdings wird die Straße über die Halbinsel nicht mit oberster Priorität geräumt. Bei uns war es im Februar dort so verschneit, dass wir die Tour über die Halbinsel abbrechen mussten.
      Achtet immer auf die aktuellen Straßen- und Wetterbedingungen oder fragt die Einheimischen. Wenn Isländer lieber daheim bleiben – hört auf sie 😉

      Viel Spaß auf Island,
      Anke

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