Familienwanderung am Glaspass | Ein Berg im Fluss

Glaspass Glaser Grat Naturpark Beverin

Seit Juni 2017 ist der Naturpark Beverin um eine Wanderattraktion reicher. Hoch oben am Heinzenberg wurde der Rundwanderweg Glaspass errichtet. Auf gut 7 Kilometern und über 400 Höhenmeter führt diese Tour an verschiedenen Stationen und Aussichtspunkten vorbei. Jede Station erzählt etwas zur Geschichte des Heinzenbergs, seiner Bewohner und der umliegenden Natur. Die Wanderung ist eine tolle Halbtagestour für die ganze Familie und lässt sich mit weiteren Zielen im Naturpark Beverin verbinden.

Glaspass Naturpark Beverin

14 Wanderstationen auf dem Glaspass

Los geht es am Wanderparkplatz hoch oben am Heinzenberg. Wenn du im Uhrzeigersinn startest, folgst Du dem Pfad vorbei am Berggasthaus Beverin und dann zügig ansteigend hinauf bis zum Glaser Grat. Auf den ersten zwei Kilometern überwindest Du rund 220 Höhenmeter und wirst dafür oben am Glaser Grat mit einem wunderschönen Panorama über den Naturpark Beverin begrüßt. Wir sind den Glaspass-Weg in umgekehrter Reihengefolge gewandert und hatten so den großen Anstieg erst gegen Ende der Tour. Vorteil an dieser Richtung: Beim Anstieg am Glaser Grat hast Du den Piz Beverin, den Hausberg des Naturparks, immer im Blick.

Glaspass Naturpark Beverin Glaspass Naturpark Beverin Glaspass Naturpark Beverin

Zunächst geht es recht ebenerdig mit nur wenigen Aufs und Abs bis zur Bruuchalp (hier wird natürlich auch frischer Alpkäse verkauft). Von da aus folgen wir dem Pfad leicht bergan weiter in Richtung des ehemaligen Lüschersees. Wer hier einen idyllischen Bergsee erwartet wird leider enttäuscht werden. Denn seit 1910 ist der See trockengelegt und bis auf das inzwischen mit Gras und kleinen Büschen begrünte Seebecken und dem symbolischen Holzsteg erinnert nicht mehr viel an das einstige Gewässer.

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Die Geschichte des Heinzenbergs als Wanderroute

Der Heinzenberg besteht überwiegend aus losem, trockenen Schiefergestein. Anfangs wurde der Berg noch durch Bäume und deren Wurzeln zusammengehalten. Als man aber zunehmend die Baumbestände gerodet hat, geriet der einst so stabile Berg ins Rutschen. Gewaltige Abbrüche haben irgendwann zur Entscheidung geführt, dass der Lüschersee – der durch seine Wassermassen als Bedrohung galt – trocken gelegt werden sollte. Heute ist der Heinzenberg weitgehend stabilisiert und rutscht jährlich nur noch für wenige Millimeter ab. Ob das wirklich an der Trockenlegung des Lüschersees liegt oder doch eher an der Stabilisierung des Gesteins, ist leider nicht bewiesen. Und so wünschen sich viele Menschen in der Region die Wiederbelebung des Lüschersees. Auch wir glauben, dass ein solch stattlicher Bergsee in dieser Kulisse traumhaft schön wäre. Außerdem würde es sicherlich viele Besucher an den Heinzenberg locken.

Lüschersee Glaspass Naturpark Beverin
Die Kulisse wäre mit einem Bergsee doch glatt noch schöner!

Der Weg führt weiter um den Lüschersee herum und dann stets bergan Richtung Glaser Grat. Anfangs ist die Steigung noch moderat, danach muss man schon ein wenig Kondition haben. Aber du wirst belohnt: Denn beim Aufstieg hast Du den Piz Beverin ständig im Blick! Das Panorama wird mit jedem Schritt schöner. Die letzten Meter bis zum Glaser Grat sind dann nicht mehr anstrengend, allerdings solltest Du schwindelfrei und trittsicher sein, da der Pfad recht schmal verläuft. Auf dem Rückweg führt die Wanderung am Berggasthaus Beverin vorbei – perfekt für eine Rast oder Übernachtung!

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Noch mehr Tipps für den Naturpark Beverin

Einen ausführlichen Reiseguide zu den einzelnen Stationen findest Du auch online. In vielen Gaststätten und Tourismusbüros gibt es das sehr informative und hübsch gemachte kleine Begleitheft zur Wanderung auch zum Mitnehmen.

Noch mehr Tipps zu Graubünden findest Du in unserer Reiseübersicht über unsere Tour durch den Naturpark Beverin. Unsere Lieblingstour im Naturpark Beverin ist die Wanderung hoch zum Carnusapass – und mit etwas Glück siehst Du dort sogar Steinböcke!

Berggasthaus Beverin HeinzenbergGlaser Grat Glaspass Naturpark Beverin

Vielen Dank an Graubünden Ferien für die Einladung in die Schweiz. Unsere eigene Meinung bleibt davon natürlich unberührt. 

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